Honda CB 1100 / Honda CB 1100 EX
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EX Modell 2019
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Autor:  wallenstein [ So 12. Mai 2019, 13:26 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

Mit dem "cleveren Konzept" meinte ich eigentlich die Retro-Welle, die es ja nun schon seit einigen Jahren (nicht nur im Motorradbau) gibt. Zunehmend sehnen sich ältere Menschen zurück nach Dingen aus der Vergangenheit bzw. Jugend. Und sie haben in der Regel das Geld dafür. Und genau da haben Hersteller wie BMW, Honda und andere mit ihren Retro-Modellen" angesetzt. Ist ja auch ok. Aber mal ehrlich: mit zeitgemäßer moderner Technik hat das alles nichts zu tun. Selbst die CB 1100 (egal in welcher Form) schafft die EURO 4 Norm nur mit Unterstützung durch Öl-Kühlung. Oder ist der schwarze Kasten da unter dem Lenker eine Attrappe? Und mit EURO 5 ist dann wahrscheinlich endgültig Schluss. Was schade wäre. Und handlich sind RS oder EX schon auf Grund ihres Gewichtes nicht. Da gibt es bessere Alternativen. Und dennoch: es gibt einen Markt für solche Teile. Und das ist gut so. Begeistert sind ja wohl auch (fast) alle Tester unterschiedlicher Fachzeitschriften. Ich muss dann immer schmunzeln, wenn der eine oder andere Tester über die CB 1100 schreibt.."das waren die Traummaschinen meines Vaters...). Na denn...Willkommen im Retro-Club.

Autor:  lederkombi [ So 12. Mai 2019, 13:37 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

Diese von Dir erwähnte Ölkühlung hat mit Euro4 wirklich nichts am Hut! Wie kommst Du denn auf so eine Idee?
Öl wird bei einem Verbrennungsmotor immer warm, denn dieses Öl dient nicht nur zur Schmierung, sondern auch zur Kühlung. Das ist so schon seit es den Verbrennungsmotor gibt. Die Wärme muss abgeführt werden und dazu eigenen sich Flüssigkeiten perfekt.

wallenstein hat geschrieben:
Mit dem "cleveren Konzept" meinte ich eigentlich die Retro-Welle, die es ja nun schon seit einigen Jahren (nicht nur im Motorradbau) gibt. Zunehmend sehen sich ältere Menschen zurück nach Dingen aus der Vergangenheit bzw. Jugend. Und sie haben in der Regel das Geld dafür. Und genau da haben Hersteller wie BMW, Honda und andere mit ihren Retro-Modellen" angesetzt. Ist ja auch ok. Aber mal ehrlich: mit zeitgemäßer moderner Technik hat das alles nichts zu tun. Selbst die CB 1100 (egal in welcher Form) schafft die EURO 4 Norm nur mit Unterstützung durch Öl-Kühlung. Oder ist der schwarze Kasten da unter dem Lenker eine Atrappe? Und mit EURO 5 ist dann wahrscheinlich endgültig Schluss. Was schade wäre. Und handlich sind RS oder EX schon auf Grund ihres Gewichtes nicht. Da gibt es bessere Alternativen. Und dennoch: es gibt einen Markt für solche Teile. Und das ist gut so. Begeistert sind ja wohl auch (fast) alle Tester unterschiedlicher Fachzeitschriften. Ich muss dann immer schmunzeln, wenn der eine oder andere Tester über die CB 1100 schreibt.."das waren die Traummaschinen meines Vaters...). Na denn...Willkommen im Retro-Club.

Autor:  ingobohn [ Mo 13. Mai 2019, 06:01 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

UJM = Universelles Junggesellen Motorrad ???
:think:

Autor:  ingobohn [ Mo 13. Mai 2019, 06:09 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

... und mit dem Geschmack ist das so eine Sache. Ich fand schon den Modellwechsel (2015?) hin zum "knubbeligen" Tank und dem halb schwarz, halb silbernen Motorblock völlig verunglückt. Mein HH fand die oberersteallerbeste Weltklasse.

Habe mir grad das aktuelle 2019er Modell angeschaut und bin echt erschrocken. :( In meinen Augen ist Honda damit auf dem Weg hin zu weiterer Verschlimmbesserung.
Als ich 2013 meine CB 1100 kaufte, habe ich auch andere Modelle anderer Hersteller ausprobiert, u.a. die Bonneville. Und die habe ich bewußt nicht gekauft, weil mir die viel zu sehr "gewollt und nicht gekonnt" und zu sehr "retro auf Teufel komm raus" war (und weil es damals dafür noch kein ABS gab und der Motor kraftlos war). Was mir an der CB 1100 2013 so gefallen hat, war, daß sie eben nicht retro war, sondern einfach ein gerades, klassisch gezeichnetes Motorrad ohne Schnickschnack.

Der erste Blick auf der Honda-Website auf das 2019er Modell erinnerte mich (etwas) an die Bonneville. Die 2019er CB 1100 macht viel zu sehr auf retro und sieht aus, wie nach einer Botoxbehandlung (leider sind die Schwellungen noch nicht ganz weg).

Aber wie gesagt, ist alles Geschmackssache. Auch das 2019er Modell wird seine Fans finden. :clap: :clap: :clap:

Autor:  Tea Bee [ Mo 13. Mai 2019, 07:33 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

Ich nenne die CB 1100 auch nicht Retromotorrad, sondern ein klassisches Motorrad. Man könnte sie in das Jahr 1978 transferieren und sie würde dahin passen. Bis auf ein paar unerlässliche Zugeständnisse an die Moderne.
Ein Retromotorrad ist für mich ein klipp und klar neuzeitliches Motorrad das auch dazu steht. Allerdings mit Designelementen welche gemeinhin als ästhetisch gelten und nicht an Raumschiffe erinnern. Kann auch super aussehen.
Das 2019er Modell der CB gefällt mir echt gut, nur etwas zu viel Chrom. Selbst die Einfassungen der Hupen sind verchromt, die Gabelbrücke scheinbar poliert. Für mich etwas viel aufgetragen, sonst echt chic.

Autor:  RS-Rider [ Mo 13. Mai 2019, 08:28 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

X-Man hat geschrieben:
wallenstein hat geschrieben:
(...) wie einige hier richtig sagen: jeder soll sich an seinem Modell erfreuen. (...)
Die RS hätten sie sich sparen können. Das ist nichts halbes und nichts ganzes. Aber natürlich ist das auch ein cleveres Konzept. Den alten Leuten wie mir zieht man damit geschickt die Kohle aus der Tasche. (...)


:?:
:think:

Ich bin froh, dass Honda sich die RS nicht erspart hat, denn damit habe ich genau das bekommen, was ich mir bezüglich der CB 1100 erträumt habe: ein besseres Fahrwerk, 17-Zöller, bessere Bremsen. Dabei sehe ich die RS nicht als ein Upgrade, sondern nur als eine Anpassung an Kundenwünsche. Wenn ich mir die Veränderungen gegenüber dem Original so anschaue, haben sie den Nagel auf den Kopf getroffen. Das kann man durchaus clever nennen, ja.

Auch über "nichts halbes und nichts ganzes" kann man geteilter Meinung sein. In meinen Augen wirkt die RS gedrungener, bulliger, dazu wie ein waschechtes UJM, alltagstauglicher, mehr wie ein robuster, unempfindlicher Roadster. Trotzdem (oder gerade deswegen) bleibt dieser 70er Jahre CB-Spirit erhalten. Die Kaufentscheidung war für mich aber in erster Linie keine Frage der Optik, sondern der Funktionalität, verbunden mit einem guten Schuss Nostalgie in Sachen Motorisierung.

Hätte es die RS nicht gegeben, wäre es für mich keine CB 1100 geworden. Möglicherweise stattdessen eine XJR 1300, eine XSR 900 oder eine Speed Twin 1200. Ich bin jedenfalls froh, dass ich die Option hatte, weiterhin eine CB zu fahren. Weil sie für mich so sein muss, wie es die RS eben ist. ;)

Sorry für die Abschweifung, war'n Reflex. :D

Gruß
Jörg



Dem ist nichts hinzuzufügen, außer das mir die RS auch besser gefällt. Aber jeder nach seinem Geschmack!

Grüße
Dirk

Autor:  X-Man [ Mo 13. Mai 2019, 10:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

ingobohn hat geschrieben:
UJM = Universelles Junggesellen Motorrad ???
:think:


:lol:

UJM = Universal Japanese Motorcycle


https://en.wikipedia.org/wiki/Universal ... Motorcycle


Gruß
Jörg

Autor:  X-Man [ Mo 13. Mai 2019, 12:45 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

wallenstein hat geschrieben:
Mit dem "cleveren Konzept" meinte ich eigentlich die Retro-Welle, die es ja nun schon seit einigen Jahren (nicht nur im Motorradbau) gibt. Zunehmend sehnen sich ältere Menschen zurück nach Dingen aus der Vergangenheit bzw. Jugend. Und sie haben in der Regel das Geld dafür. Und genau da haben Hersteller wie BMW, Honda und andere mit ihren Retro-Modellen" angesetzt. Ist ja auch ok. (...) Na denn...Willkommen im Retro-Club.


Zur Einführung der 17er Modelle schrieb der Projektleiter Mitsunobu Imada im Pressetext:

“As with past CBs, we understand the timeless pleasure that our customers get from owning and riding an air-cooled inline four-cylinder motorcycle. So building on the CB1100’s desirability and joy of ownership, while adding functionality and quality to deepen the sense of fulfilment, were very important elements for us to consider. With the CB1100 EX we hope many riders get to appreciate and understand a very traditional motorcycle structure.”

Wenn ich das richtig verstanden habe, war die ursprüngliche 1100er ein Jubiläumsbike anlässlich des 50jährigen Bestehens der CB-Reihe im Jahr 2009. Sie wurde zunächst in limitierter Auflage gefertigt und war ursprünglich nicht für den Weltmarkt geplant. Vielleicht hat man so gedacht: Die Europäer und Amis stehen sowieso nicht auf so "alte Kisten", die kaufen eh immer nur state of the art. :lol:

Das war vor 10 Jahren ...

Danach setzte irgendwann die Retro-Welle ein, und die wurde nicht von den älteren Herren getragen, sondern vielmehr von den Jüngeren - die Anzahl der Damen darunter nicht zu unterschätzen! Die Designsprache, das Lebensgefühl weit zurück liegender Jahrzehnte und der damit einher gehende Style in Sachen Mode beeinflusst eine ganze Generation Motorradfans, die sog. Millennials nachhaltig. Wahrscheinlich befruchtet durch die Customizer- und Bastlerszene in den USA u. England, erkannten einige große Hersteller die Zeichen der Zeit, kreierten hippe u. stylische Motorräder, kombinierten das mit Mode und umfangreichen Zubehörkatalogen und haben damit einen (noch) anhaltenden Erfolg. Siehe Triumph, Moto Guzzi, BMW, Ducati. Nur die japanischen Hersteller halten sich dahin gehend auffallend zurück. Möglicherweise sehen sie sehr klar den Unterschied zwischen einer Modeerscheinung und Traditionspflege. Man wartet ab und schaut zu was passiert, wenn der Hype verflogen ist. So meine Theorie.

Dass die CB 1100 noch "am Leben" ist und auch hierzulande - wenn auch in kleinsten Stückzahlen - verkauft wird, liegt meiner Meinung nach nicht daran, dass sich Honda mit diesem Modell dem Retro-Trend angeschlossen hat, diesen aber natürlich nutzt und bestimmt nicht unglücklich darüber ist, dass Nostalgie-Bikes derzeit so hohe Wertschätzung erfahren. Unter diesem Aspekt sehe ich denn auch die Modellpflege der CB 1100 als ein Zugeständnis an die derzeitigen Marktverhältnisse: das Interesse an diesem Motorrad wachzuhalten, ohne hierbei die Traditionsnische verlassen zu müssen. Hätte Honda etwas anderes gewollt, hätten sie, um die aktuelle Mehrheitsklientel bedienen zu können, ein anderes Motorrad auf den Markt gebracht und die CB 1100 (außerhalb des japanischen Markts) sanft entschlafen lassen. Auch diese Vorgehensweise hat in Japan eine gewisse Tradition ...

Ich habe noch Urlaub, ich habe Zeit. Merkt man, oder? :lol:

Gruß
Jörg

Autor:  Neo [ Mo 13. Mai 2019, 13:27 ]
Betreff des Beitrags:  Re: EX Modell 2019

Ich sehe die EX auch eher als Nostalgie- statt Retrobike.

Und das Problem mit der Schadstoffklasse ist nicht dem Ölkühler sondern der Luftkühlung des Motors geschuldet. Luftgekühlte Motoren kann man irgendwann nicht weiter hinsichtlich der Verbrennungswerte optimieren, daß geht dann nur noch wassergekühlt.
Nur eine wassergekühlte hätte mich nie interessiert, dazu Speichenräder und eine dezente Modernisierung der Elektronik, ich wollte genau diese EX!

Allerdings sind 260kg schon eine Hausnummer, ein noch größerer "Eisenhaufen", wie z.B. eine Gold Wing, ist auch "nur" 100kg schwerer, auch wenn das für mich jetzt "nicht das große Problem" ist.

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