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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 11:23 
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Ich mach mal einen neuen Threat auf, weil jedes Moped-Forum braucht einen Öl Fred :mrgreen:

Ich hab letzte Woche meinen 1000er Kundendienst gemacht und nach etwas Überzeugungsarbeit hab ich den Händler überredet mir Vollsynthetisches 10w30 einzufüllen. Die HH haben immer etwas Angst, dass die Kupplung das nicht mit macht :lol:

Ich hab mich für Motul 7100 MA2 10w30 entschieden, obwohl ich doch lieber in Richtung 10w40 tendieren würde. aber Honda will halt 10w30 :whistle:

Auch bei mir wurde, wie bei vielen anderen, im Serviceheft gleich der 12000 KD als nächstes eingetragen. Da aber ein 6000er Wechselintervall, laut Betriebsanleitung erforderlich ist, werde ich den 6000er Wechsel selbst durchführen, da kann man ja auch nichts falsch machen!

Da ich ein unliebsamer Zeitgenosse bin, bin ich Honda Deutschland so lange auf den Sack gegangen, bis ich einen Techniker an der Strippe hatte, um die Bestätigung für ein Synthetisches Öl zu bekommen.

Auch dort ist man immer noch etwas skeptisch bezüglich eines möglichen Kupplungsproblems, aber man gab mir recht, dass Honda hier keinerlei Einschränkungen für die CB1100 hat, ich kann also Synthetisches rein kippen. Ausreichen würde aber ein mineralisches oder eben ein Teilsynthetisches, allemal. Ausreichend ist in der Schule aber die Note 4 :shifty:

Es muss eben ein 10w30 (viele fahren aber auch ein 10w40) sein mit den im Manual vorgegebenen Mindesteigenschaften. Begründet wurde der 6000er Wechselintervall mit der thermisch höheren Beanspruchung eines Luftgekühlten Motors.

Da aber gerade bei hoher thermischer Beanspruchung ein Synthetik-Öl wesentlich belastbarer ist, als ein Mineralisches, spricht meiner Meinung nach, absolut nichts gegen den Einsatz eines Synthetischen. Es gibt bei S-Öl keine Ölkohlebildung, keinen Ölschlamm, die Degradation ist um Welten besser als bei einem M Oder TS Öl. Dazu kommt noch eine bessere Schmierung bei Kaltstart.

Jeder kann ja für sich entscheiden, was er macht, aber ich denke, dass man sich da schon austauschen kann und soll, damit Leute, die etwas unsicher sind vielleicht eine Entscheidungshilfe finden.

Ich hab mich für das Motul 7100 entschieden, weil dieses Öl sogar die Anforderungen der JASO MA2 erfüllt, damit rutscht mit Sicherheit keine Kupplung!

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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 12:32 
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Ich fuhr mal an meiner Guzzi, entgegen der Empfehlung, mineralisches Öl: Prompt ging bei hoher Außentemperatur und niedriger Drehzahl die Öldruck Kontrollampe an. Mit synthetischem Öl verschwand diese Erscheinung wieder. Sicher, es stellte sich dann im Winter heraus, daß die Ölpunpe starke Riefen trug. Aber es zeigt doch, daß synthetisches Öl offensichtlich höhere Reserven hat, bei hohen Temperaturen und niedrigen Öldrücken stabiler bleibt, nicht so dünnflüssig wird. Ob natürlich ein Honda Motor diese Reserven benötigt im Vergleich zum schnappatmigen Guzzi, daß möchte ich doch bezweifeln. In meiner Jugend droschen meine Freunde Honda 4-Zylinder mit dem billigsten Super Markt Öl ewig lang Vollgas. Probleme gab es nie, noch nicht mal bei den Yamaha 2-Taktern, während meine BMW mit synthetischen Ölen gefüllt, sich mühsam von Motorschaden zu Motorschaden schleppte.

Ich würde wegen der Kupplung allerdings auch Mineralöl auffüllen. Die Honda Leute fürchten nur einen Shit-Storm, sollten sie öffentlich zugeben, man dürfe sythetisches Öl nicht verwenden. Deshalb sind die am Telefon so vorsichtig. Meinem Freund, an einer alten CB 400 im Rennbetrieb rutschte auch die Kupplung mit dem Zeug und es war dannn nur nach mehrfachem Spülen möglich, die Kupplung wieder in Gang zu bekommen.


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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 13:20 
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@nsumax

Klar geht die Honda mit einem mineralischen Öl nicht kaputt :mrgreen:
Man darf aber alte Motortechnologien nicht mit den heutigen vergleichen, bezugnehmend auf die alten 4 Zylinder Motoren. Heute schreibt Honda ein sehr dünnes Öl vor, das bei einem alten Motor bestimmt nicht funktionieren würde. Davon abgesehen laufen die heutigen Motoren aufgrund der Abgasnormen wesentlich heißer als früher. Das Honda bei der CB1100 doch vorsichtig ist, zeigt sich ja an einem Wechselintervall von 6000km. Davon abgesehen muss so ein Motor ja auch nur die Gewährleistung überstehen, mehr nicht.

Wenn ich der Empfehlung meines HH gefolgt wäre, dann hätte er mir ein Motul 5100 eingefüllt, ein Teilsynthetisches, mit den fasst identischen Werten wie das 7100. Also auf dem Papier das gleiche Öl. Der Unterschied liegt hier einfach darin, dass das Vollsynthetische eben länger durchhält, also seine Eigenschaften wesentlich länger beibehält. Ein mineralisches Öl kippt bei 120 Grad (Stichwort Verkokung), ein synthetisches hält auch noch Temps von bis zu 150 Grad stand.

Zur Erläuterung:
JASO MA deckt eine breiten Bereich ab, der sagen wir mal bei 0 Anfängt und bei 10, dem höchsten Reibwert endet. MA1 klassifiziert den unteren Bereich und MA2 den oberen.

Ein Öl das also MA2 erfüllt hat einen sehr hohen Reibwert! Gerade das von mir angesprochene 7100 20w30 ist extra für die Honda Anforderung entwickelt worden, deshalb fühle ich mich da auf der sicheren Seite. Es gibt bei Synthetik Öl auch Unterschiede. Ein 10w60 zB würd ich auch nicht rein füllen. Im Bereich Synthetik Öl hat sich in den letzten Jahrzehnten auch viel getan, die Entwicklung bleibt ja nicht stehen.

Zu dem Kupplungsproblem der CB400 deines Freundes, kann ich nur sagen, dass oftmals die Federrate der Kupplungsfedern eben nicht mehr dem Neuzustand entspricht, also die Federn haben zwar noch die angegebene Länge, aber sie sind eben im Verlaufe der Zeit doch weicher geworden. Mit nagelneuen Federn hätt´s vielleicht funktioniert? Davon abgesehen haben sich natürlich auch die Beschichtungen auf den Kupplungslamellen mit der Zeit geändert. Als ich die letzte Honda (vor 20 Jahren) gefahren habe, wurde auch von einem TS-Öl abgeraten. Heute empfielt der HH-Freunliche ein solches Öl, weil ein rein Minereralisches eben schon grenzwertig ist.

Ich hab lange Jahre Harley gefahren und da hat man von Seiten des Hersteller auch erst den Zeigefinger erhoben, wenn es um S-Öl ging. Heute empfehlen sie Screamin Eagle (S-Öl), wegen der hohen thermischen Belastung der Big Twins.

Deshalb hab ich ja diesen Fred gestartet, weil es doch so viele Meinungen und Erfahrungen gibt :mrgreen:

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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 13:58 
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Bei meiner 1000er Inspektion sollte Motul 7100 eingefüllt werden, war aber nicht vorrätig. :(
So ist jetzt nochmal 5100er 10 W 30 drin, das ist zum Einfahren auch nicht verkehrt.

Ich werde zwischendurch (mal sehen, bei 2000km oder so) auf 7100er oder auf ein Fuchs Silkolene Pro ( http://shop.oil-center.de/index.php/de/ ... -1x1l.html ) umstellen.
Da kommt dann auch gleich 10W40 rein, denn die Motulöle sind eher am unteren Ende der Viskosität. Ein 10W40 von Motul ist wenn es heiß ist so dünn wie ein 10W30 von anderen Herstellern.

Die Märchen von rutschenden Kupplungen aus der Anfangszeit der Synthetiköle sollten eigentlich irgendwann mal aussterben.
Da wurde oft Schindluder getrieben, z.B. mit Autoölen - die gehen natürlich gar nicht bei Ölbadkupplung. Und wieviele defekte (verschlissene) Kupplungen "vorher noch top in Ordnung" waren und bloß durch Synthetiköl rutschten will heute auch niemand mehr wahrhaben.
Eine intakte Ölbadkupplung heutiger Bauart verträgt ein gutes vollsynthetisches Motorradöl mit Jaso MA problemlos.

Mir hat man übrigens bei Honda telefonisch vom (sonst sehr guten) meguin Racer 10W60 abgeraten, wegen der hohen Viskosität im warmen Zustand. Ein Grund für die 10W30-Vorschrift sind wohl auch Verbrauchs- und Emissionswerte, die man mit dünnflüssigem Öl leichter erreichen kann.

Hier gibts noch Lesestoff. ;)
http://g-homeserver.com/harley-davidson ... motul.html

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Martin

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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 14:21 
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Bergisch by Nature hat geschrieben:
Mir hat man übrigens bei Honda telefonisch vom (sonst sehr guten) meguin Racer 10W60 abgeraten, wegen der hohen Viskosität im warmen Zustand. Ein Grund für die 10W30-Vorschrift sind wohl auch Verbrauchs- und Emissionswerte, die man mit dünnflüssigem Öl leichter erreichen kann.

Hier gibts noch Lesestoff. ;)
http://g-homeserver.com/harley-davidson ... motul.html


Du kennst Peter´s Werke auch :mrgreen:

Von Meguin gibt es auch ein Racing 4T 10 W-40 das sogar MA2 erfüllt, das wäre auch eine Überlegung wert muß ich sagen. Das Meguin 10w60 fahren viele meiner Harley Kumpels :lol:

Ich werde auch beim nächsten Wechsel auf 10w40 umstellen, ob es dann das 7100, oder gar das V300 wird, oder eben das günstige Meguin, wird man sehen. Ich hab jetzt schon 2000 auf der Uhr und fahre ja erst seit einem Monat die CB. Da bin ich mir sicher das ich die 6000 vor der großen Hitze schaffe.

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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 14:36 
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Wenn ich mich nicht irre, ist das 10W40 von Meguin nicht vollsynthetisch?

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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 14:49 
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Bergisch by Nature hat geschrieben:
Wenn ich mich nicht irre, ist das 10W40 von Meguin nicht vollsynthetisch?

UPS da hast Du vollkommen Recht, das ist nur TS!

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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 18:53 
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Mir hat der HH bei der 1000er Inspektion 10W40 Teilsynthese eingefüllt (3,9l!)

Marke weiss ich nicht...

Laut Plan alle 6000 km wechseln.

VG

Jörg


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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 20:49 
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Ich verwende das hier von Louis, ist das nix? Hatte dazu mal diesen Test gelesen. Ok, im Test war es das 10W-40, ich habe das 10W-30...

Hier die Einleitung zum Thema...

Diskutiert hatten wir das auch schon mal: viewtopic.php?f=12&t=119
Na ja, bin nicht so der Öl-Freak :D

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Viele Grüße,
Rolf


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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 21:47 
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Rolf hat geschrieben:
Ich verwende das hier von Louis, ist das nix? Hatte dazu mal diesen Test gelesen. Ok, im Test war es das 10W-40, ich habe das 10W-30...

Hier die Einleitung zum Thema...

Diskutiert hatten wir das auch schon mal: viewtopic.php?f=12&t=119
Na ja, bin nicht so der Öl-Freak :D

Das PROCYCLE wird von Pentosin hergestellt und ist Teilsynthetisch. Laut dem Test taugt es was. Wobei ich jetzt eigentlich mit dem Test nicht so viel anfangen kann, denn die Öle werden in ihre Anfangskonsistenz getestet und bewertet, aber es findet kein Belastungstest über eine gewisse Zeit statt, damit man zB nach 5000 Km sehen kann was von der ursprünglichen Leistungsfähigkeit noch verblieben ist, denn da unterscheiden sich eben die guten von den schlechten Ölen.

Erst in den FAQ´s am Schluss des Tests wird darauf hingewiesen, was ich eben die ganze Zeit erklären wollte:
Zitat:
Hochwertige Synthetiköle sind Mineralölen aber klar überlegen. Sie sind thermisch belastbarer, altern weniger und sorgen für sauberere Motoren. Der Verschleißschutz ist ebenfalls besser.

Auch das Thema JASO wird hier nicht entsprechend erläutert, den MA1 kann unter Umständen eben schlechter sein als MA. Auf der absolut sicheren Seite ist man auf jeden Fall mit MA2.

Zum Abschluss möchte ich einfach nur mal klar stellen, das bei einer CB1100 unter Umständen das Öl wesentlich höheren thermischen Belastungen ausgesetzt ist, als zB bei einer CBR1100 R. Die Situation: Ihr steht im Stau / Stadtverkehr bei 35 Grad im Schatten und habt in dem Moment null Kühlung. Bei der CBR wird das Wasser im Kreis gepumpt und gegebenenfalls läuft halt der Lüfter an um die Temperaturen im Rahmen zu halten.

Aus diesem Grund und weil ich eben eine Menge Erfahrung mit großvolumigen Luftgekühlten habe und weis wie heiß die werden können (Öl über 120 °), hab ich mich für ein hochwertiges S-Öl entschieden.

Jeder hat halt seinen Spleen und bei mir dreht sich´s halt um den öligen :mrgreen:

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BeitragVerfasst: Di 15. Apr 2014, 07:11 
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Danke für die Infos. Und welche(s) genau verwendest Du?

Viele Grüße, Rolf

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BeitragVerfasst: Di 15. Apr 2014, 10:43 
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Rolf hat geschrieben:
... Und welche(s) genau verwendest Du?

Zur Zeit habe ich das Motul 7100 10w30 drin!

Ich werde aber beim 6000er auf ein 10w40 umsteigen, da folge ich "Bergisch by Nature", weil ich ehrlich gesagt ein 10w30 einfach im hohen Temperaturbereich zu dünn finde.

Laut Honda Deutschland fahren auch viele ein 10w40 und es gab da keine Bedenken, die mir gegenüber geäußert wurden.

Da ich jeden Tag zur Arbeit fahre und es doch Morgens noch um die Null Grad hat, bin ich mit der 10w30 Variante im Moment nicht schlecht aufgestellt, da diese im Bereich um 40 Grad doch einiges dünner als das 7100 10w40 ist und auf den knapp 25 km zur Arbeit wird der Motor nur bedingt warm.

Welches Vollsynthetische Öl man generell empfehlen kann ist natürlich schwer zu sagen.

Da viele HH ja mit Motul arbeiten, ist es halt einfach bei dieser Marke zu bleiben. Ich hab meinem HH einfach im Voraus gesagt, dass er mir für den 1000er KD bitte 7100 ran schaffen soll.

Wenn man die Datenblätter der Motul Öle anschaut, dann würde ich auch ein V300 10w40 in Betracht ziehen, das ist ein sehr hochwertiges Öl, schreiben die ja auch in dem von Dir verlinkten Test und die Viskosität im Bereich um die 40 Grad ist etwas niedriger als beim 7100 10w40. Das V300 hat auch den höchten V-Index, den niedrigsten Stockpunkt und den höchsten Flammpunkt.

Das von "Bergisch by Nature" erwähnte Fuchs Silkolene Pro 4 10W-40 ist natürlich auch ein absolutes Spitzenöl!

Motul hat die CB1100 diese Woche in ihren Ölberater aufgenommen.

Gruß Robin

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BeitragVerfasst: Mi 16. Apr 2014, 08:15 
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Mein HH hat mir bei der 1.000er Inspektion ebenfalls gleich ein 10W40 eingefüllt, auch mit der Begründung wegen der besseren Viskosität bei höheren Temperaturen (ist ja ein luftgekühlter Motor).
Das Öl stammt von Fuchs, ist aber "nur" ein teilsynthetisches, kein vollsynthetisches.


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BeitragVerfasst: Mi 16. Apr 2014, 12:00 
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ingobohn hat geschrieben:
Mein HH hat mir bei der 1.000er Inspektion ebenfalls gleich ein 10W40 eingefüllt, auch mit der Begründung wegen der besseren Viskosität bei höheren Temperaturen (ist ja ein luftgekühlter Motor).
Das Öl stammt von Fuchs, ist aber "nur" ein teilsynthetisches, kein vollsynthetisches.

Das Fuchsöl ist gut :mrgreen: Aber das Vollsynthetische von Fuchs natürlich noch besser :lol:
Aber schon lustig, wie die HH auf die Vorgaben von Honda pfeifen, denn im Werkstatthandbuch steht das nur ein Öl mit einer Viskosität von 10w30 zu verwenden ist.
Da die Händler ja auch am liebsten Ihre Faßware verkaufen, haben die meisten wahrscheinlich eh nur ein 10w40 da, weil das fasst überall reingekippt werden kann.

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BeitragVerfasst: Mi 16. Apr 2014, 18:26 
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Im Fahrerhandbuch stehen beide. Habe nur die Australien-Version als pdf, daher Englisch.

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Martin

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BeitragVerfasst: Mi 16. Apr 2014, 20:10 
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ist den gegen teilsynthetisches 10w40 vom fass irgend etwas auszusetzen?

vg

jörg


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BeitragVerfasst: Mi 16. Apr 2014, 22:31 
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waldradler hat geschrieben:
ist den gegen teilsynthetisches 10w40 vom fass irgend etwas auszusetzen?

vg

jörg


Das Problem mit sog. teilsynthetischen Motorölen ist, dass der Begriff nicht geschützt oder definiert ist.
Wenn jemand Mineralöl nimmt und die Viskosität einstellt und / oder Additive hinzufügt, dann hat er das Öl lt. Gesetz schon ausreichend "behandelt" um es teilsynthetisch nennen zu dürfen.
Das Grundöl (also die Basis, der Hauptbestandteil) bei ts Ölen ist immer Mineralöl. Das ist nicht unbedingt schlimm, wenn es die Freigabekriterien erfüllt und regelmäßig gewechselt wird. Das Öl wird auf eine bestimmte Viskositätsklasse gebracht indem die Moleküle eine bestimmte Kettenlänge erhalten. Dazu werden sie "gecrackt" und dann neu zusammengesetzt. Dies sind die sog. "Hydrocracking"-Öle, die gelegentlich sogar als vollsynthetisch beworben werden, oder mit blumigen Umschreibungen wie "mit Synthese-Technologie".
Echte Vollsynthetiköle werden, wie der Name schon sagt, nur aus synthetischen Bestandteilen hergestellt.
Eine wichtige Komponente dabei sind die sog. Ester. Diese sind polar (elektrisch "geladen") und haben dadurch eine innige "Haftung" zu metallischen Motorteilen. So bleibt selbst bei niedrigviskosen ("dünnflüssigen", z.B. 0W.. oder 5W..) Ölen eine Art Schmierfilm im Motor zurück, wenn das eigentliche Öl schon komplett in die Ölwanne zurückgelaufen ist.
Auf diese Art erleichtert man die Schmierung beim Kaltstart, also bei den ersten Umdrehungen bis wieder frisches Öl an alle Lagerstellen gepumpt wird.

Gleichzeitig hat vs Öl den Vorteil erhöhter Stabilität bei hohen Temperaturen. Die Temperaturen die man in der Ölwanne so messen kann sind i.A. bei warmgefahrenem Motor zwischen 90 und 140 Grad. Das ist auch für Mineralöl kein Problem, solange es frisch ist. Bei längerem Gebrauch werden aber die Molekülketten durch Hitze und Reibung mechanisch zerstört (besonders im Moppedgetriebe, das im Gegensatz zu den meisten Autogetrieben ebenfalls mit dem Motoröl geschmiert wird).
Dann hat das ursprüngliche (mineralische oder ts) 10 W 40 Öl nur noch 10W ohne höhere Heiß-Viskosität, und dann ist es für den Motor nicht lustig wenn er z.B. nach einer Autobahnfahrt einen Stau erlebt... Da reisst dann unter Umständen der Schmierfilm, und Nockenwelle oder Kolben können fressen.

Ein vs Öl ist da wesentlich haltbarer und temperaturunempfindlicher.
Die Temperaturen am Kolbenboden usw. sind übrigens beim luftgekühlten Motor um ein Vielfaches höher als die im Ölsumpf, so dass ein Abbau der Molekülketten schneller vonstatten gehen kann als man meint. Mit einem schlechten Mineralöl (das berühmte 15W40 aus dem Baumarkt, mit dem die olle XXXXX 100.000 km gelaufen ist) sind die von Honda vorgeschriebenen 6000km Wechselintervall je nach Einsatz der Maschine (Kurzstrecke, Dauervollast) schon kritisch.

Fazit: TS vom Fass mit Freigabe, beim Hondahändler eingefüllt, wird in 99,9% der Fälle völlig ausreichen.
Andererseits: Das von mir oben verlinkte Fuchs VS mit vielen guten Estern drin kostet 43,-€ für 4l (das ist eine Füllung der CB 1100), da gibt es für mich überhaupt keinen Grund ein TS Öl zu fahren. Bei meinem freundlichen Hondamann wird Motul eingesetzt, und der Preisunterschied zwischen 5100 (TS) und 7100 (VS) ist rund 12,-€ pro Ölwechsel. Dafür will ich gerne die Gewissheit kaufen, dass Stau, Sommerhitze, Stadtverkehr usw. dauerhaft kein Problem sind.

Selbst in der piseligen 125er Yamaha meiner Tochter (gekauft mit 7000km, sofort Ölwechsel mit ts Öl in der Werkstatt, dann nach 500km auf VS gewechselt) ist jetzt Motul 7100 drin, und der Unterschied beim Fahren vor und nach dem Wechsel war gewaltig. Es schaltet jetzt besser, es rollt leichter, die Kupplung funktioniert prima, das Öl bleibt länger sauber, kurz: es ist alles besser geworden seit da das VS Öl drin ist.
Bei einem Ölinhalt von 1l verbunden mit der tatsache dass es keinen Ölfilter gibt ist es mir egal ob das Zeug 12 oder 15 € kostet. Da bin ich Snob. :mrgreen:

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BeitragVerfasst: Do 17. Apr 2014, 10:04 
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Bergisch by Nature hat geschrieben:
Im Fahrerhandbuch stehen beide. Habe nur die Australien-Version als pdf, daher Englisch.

Interessant :mrgreen: Im Deutschen Handbuch steht nur 10w30! Ein Grund mehr 10w40 zu verwenden!

waldradler hat geschrieben:
ist den gegen teilsynthetisches 10w40 vom fass irgend etwas auszusetzen?

Ich meinte das jetzt weniger wegen der Qualität des Öl, sondern mehr im Bezug auf Wirtschaftsinteressen des Händlers :D Er bekommt das Zeugs im Faß doch wesentlich billiger, als zB im 1 Liter Kanister. In der Regel wird aber annähernd eher der 1L Kanisterpreis berechnet, also hat der Händler bei der Faßware einen wesentlich höheren Gewinn.


@Bergisch by Nature
Erst mal muß ich sagen, dass Du hier eine wirklich grandiose Erklärung zum Thema TS / VS-Öl abgeliefert hast!

Bergisch by Nature hat geschrieben:
... Selbst in der piseligen 125er Yamaha meiner Tochter (gekauft mit 7000km, sofort Ölwechsel mit ts Öl in der Werkstatt, dann nach 500km auf VS gewechselt) ist jetzt Motul 7100 drin, und der Unterschied beim Fahren vor und nach dem Wechsel war gewaltig. Es schaltet jetzt besser, es rollt leichter, die Kupplung funktioniert prima, das Öl bleibt länger sauber, kurz: es ist alles besser geworden seit da das VS Öl drin ist. ...


So was in der Art ist mir bereits bei meine CB aufgefallen, ich wollte es hier nur nicht posten, sonst denken die Meisten ich hab nicht alle Latten am Zaun :mrgreen:

Fakt ist aber, das mechanische Geräusche abnehmen wenn man VS Öl verwendet, wobei die Honda ja in dem Bereich sehr kultiviert ist.

Bei meiner Harley war das viel extremer. Die war von der Laufruhe her mit dem Wechsel auf AMS Synthetik ein anderes Motorrad.

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BeitragVerfasst: Do 17. Apr 2014, 13:51 
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Robin Good hat geschrieben:
Da aber ein 6000er Wechselintervall, laut Betriebsanleitung erforderlich ist, werde ich den 6000er Wechsel selbst durchführen, da kann man ja auch nichts falsch machen!

Jetzt kommt der Motorrad-Neuling.. :mrgreen: würde den Ölwechsel auch gerne selber machen bei 6000km.. ist das eine grosse Sache? Sorry für die doofe Frage aber hab das noch nie gemacht.. will aber.. :mrgreen: :mrgreen:

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Grüsse Roger
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BeitragVerfasst: Do 17. Apr 2014, 14:39 
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Wird mit der Garantie dann aber ein Problem...

Viele Grüße, Rolf

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