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 Betreff des Beitrags: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2018, 15:49 
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Guten Tag! :D

Habe ich dieses Mal alles richtig gemacht, Urlaub, Sonne + Wärme, ein neuer Glücksspender auf zwei Rädern. Manchmal passt halt alles zusammen. :P

800 und ein paar mehr Kilometer sind in den vergangenen 7 Tagen zusammengekommen, nächsten Dienstag steht die 1000er Inspektion an. Für ein paar erste Eindrücke reicht die Kilometerzahl allemal aus.

Allgemein: Mit meinen 174 cm Körperhöhe und durchschnittlich langen Beinen komme ich mit beiden Sohlen gut auf den Boden. Allerdings etwas gespreizt. Der Sattel drückt ein wenig an den Oberschenkeln, ist gleichzeitig für meinen Geschmack eine Spur zu weich und "wobbelig". Lenkerweite und Schulterbreite gehen sich so gerade noch aus, die Kröpfung passt. Sehr angenehm die leichte Rumpfneigung ganz ohne Druck auf den Handgelenken. Bei Bedarf kann ich etwas nach hinten rutschen, bekomme so etwas Druck und noch mehr Gespür für's Vorderrad. Ich mag das so (seit meiner Zeit mit der VFR). Mein Knackpunkt ist jedesmal der Kniewinkel, aber der geht auf der RS schwer in Ordnung.

Bedienelemente: Für meine kurzen Finger ist alles in bester Griffweite. Die Synto-Hebel sind etwas zierlicher als die originalen, kommt mir sehr entgegen. Nachdem ich lange Zeit auf LSL-Sportrasten gefahren bin, sind die gummierten Originale eine echte Wohltat. Schalten und Bremsen ist ergonomisch ausgefeilt, jedenfalls für meine Schuhgröße (42) absolut passend. Keine Sucherei, keine Hakeleien, alles funktioniert intuitiv. Die Instrumente sind auch bei starker Sonneneinstrahlung super ablesbar, bis auf die Blinkerpfeile (das kenne ich noch von der EX). Schalter und Knöpfe sind auch mit dickeren Handschuhen und kurzem Daumen gut erreich- und bedienbar. Die Spiegel sind ... na ja. Okay.

Rund um den Motor: Die verdiente Lobeshymne kann ich mir an dieser Stelle wohl schenken. :lol:
Aufgefallen sind mir die feinen, hochfrequenten Vibrationen, besonders spürbar ab 2500 U/min. in allen Gängen. Betrifft in erster Linie den Lenker. Ist aber nicht unangenehm und stört mich auch nicht.

Schalten u. Bremsen: Das Kuppeln ist eine wahre Freude, die Bremsen packen ordentlich zu. Besonders die Hinterradbremse hat mich überrascht, da geht ja richtig was! Das Bremsverhalten würde ich als "hochstabil"bezeichnen, Die Gabel taucht minimal, aber sie staucht nicht - alles sehr sanft! Die Anti-Hopping-Kupplung ist ein echtes Plus, muss man mal ausprobiert haben. Die Schaltvorgänge haben so was, hm, Organisches, alles gut nachvollziehbar, man spürt die Mechanik arbeiten, begleitet von einer eindeutigen Geräuschkulisse. Da gibt's eigentlich kein Vertun.

Fahrwerk: beeindruckend ausgewogen! Die Fuhre so richtig in Unruhe zu versetzen ist mir bislang nicht gelungen. Aber da ist noch Luft nach oben, schließlich kenne ich die Maschine noch nicht so gut und will nichts provozieren. Aber sie hat wirklich schlechte Straßenabschnitte mit Bravour gemeistert. Nicht so bequem wie seinerzeit meine 16er EX, dafür aber um einiges transparenter in der Rückmeldung.

Handling: Man spürt das Gewicht, 252 kg sind eine Ansage. Aber ich mag das. Es ist einerseits eine Herausforderung, wenn man die RS ein wenig galoppieren lässt. Andererseits vermittelt sie ein Gefühl von Solidität und Souveränität. Sie hat eine satte Straßenlage und lässt sich, wenn man mit sauberem Knieschluss und angemessener Gewichtsverlagerung fährt superleicht dirigieren. Allerdings sollte man auf eine saubere Linie achten, denn Kurskorrekturen in Kurven mag sie nicht so sehr, ebenda auch keine Variationen in der Geschwindigkeit. Dann fängt sie an, ein wenig zu driften. Vorne raus ist sie halt sehr agil, beinahe leichtfüßig, was sich etwas mit dem Fahrzeuggewicht beißt. Da spielt auch der hohe Schwerpunkt mir rein, besonders bei vollem Spritfass. Wenn man sich dran gewöhnt hat, ist aber alles ganz easy zu handhaben. Absolut faszinierend, wie spielerisch so ein dicker Brummer in die Kurven fallen kann, wenn man den Bogen raus hat. Alles muss zusammenpassen, Geschwindigkeit, Linie, Gangwahl, dann wird's echt spaßig. Als Erstbereifung fahre ich die Dunlop Roadsmart 3, die hatte ich mal auf der VFR, und da haben sie optimal funktioniert. Bei der RS bin ich mir da nicht ganz so sicher. Vielleicht eine Umgewöhnungssache, denn für mehr Schräglage braucht's wegen dem 180er hinten eine doch höhere Kurvengeschwindigkeit, das rollt schon anders ab. Mal schauen.

Sonstige Auffälligkeiten: keine. Auf den Verbrauch habe ich noch nicht geachtet, das macht in der Einfahrphase noch keinen Sinn. Aber ich achte sowieso nur marginal auf solche Dinge wie Tankerei und Verschleiss. Ich tanke, wenn ich muss. Reifenwechsel wenn nötig. Alles andere passiert bei den Inspektionen. Wenn sich der Verbrauch bei etwa 5 Liter einpendelt, soll's mir recht sein.

Kleines Fazit: Es besteht schon ein recht deutlicher Unterschied zu meiner 16er EX. Die RS kommt mir um einiges fahraktiver vor, Fahrwerk und Bremsen kommen mir mehr entgegen. Auch verlangt die RS mehr Aufmerksamkeit, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Sie ist sportlicher ausgelegt und zeigt das in bestimmten Situationen auch sehr deutlich. Dabei ist sie nicht unberechenbar und immer gut beherrschbar. Sie ist aber kein sportliches Naked Bike nach heute gültigen Standards, und das sollte man stets im Hinterkopf behalten. Sie kann viel, aber sie hat auch eindeutige Grenzen, die man tunlichst nicht überschreiten sollte. Bisher bin ich jedenfalls mehr als zufrieden mit meinem Neuerwerb - ich bin begeistert! :dance:

Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Mi 10. Okt 2018, 16:04 
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X-Man hat geschrieben:
Guten Tag! :D

. Die RS kommt mir um einiges fahraktiver vor, Fahrwerk und Bremsen kommen mir mehr entgegen. Auch verlangt die RS mehr Aufmerksamkeit, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Sie ist sportlicher ausgelegt und zeigt das in bestimmten Situationen auch sehr deutlich.
Gruß
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genau das wollte Honda mit der RS herüber bringen.....


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wenn ich mir so das Reifenbild meiner EXen anschaue, fahre ich aber nicht minder flott ...bis auf den üblichen ca 1cm aussen jeweils schön gleichmässig rund abgefahren bzw. an den Flanken eher mehr od. welche Reifen sind dort nicht eher nen ticken weicher ?

im Südschwarzwald hats schönerweise viele Kurven die verlangen Tachomässig absolut nix flottes um die Flanken voll aus zu reizen..... :dance: :dance: :dance:

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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Do 8. Nov 2018, 20:18 
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Registriert: Sa 6. Okt 2018, 11:30
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alprider hat geschrieben:

(...) wenn ich mir so das Reifenbild meiner EXen anschaue, fahre ich aber nicht minder flott ...bis auf den üblichen ca 1cm aussen jeweils schön gleichmässig rund abgefahren bzw. an den Flanken eher mehr od. welche Reifen sind dort nicht eher nen ticken weicher ?

im Südschwarzwald hats schönerweise viele Kurven die verlangen Tachomässig absolut nix flottes um die Flanken voll aus zu reizen..... :dance: :dance: :dance:


Das Reifenbild meiner EX sah genau so aus, schön rund, mit ein paar Millimetern Sicherheitsreserve auf den Flanken. Die Fahrerei war eher weniger flott, manche Schräglagen wurden nicht ganz freiwillig erzeugt ... Immerhin waren das ein paar Erfahrungen in Grenzbereichen, in die ich ansonsten nicht vorgedrungen wäre ... :lol:
Na ja ... flott. Ist wohl relativ zu sehen. Ich fahre einen sehr geschwungenen Stil, hole meist weit aus und mache mir ein Sport daraus, möglichst wenig zu bremsen.

Was bei der EX ziemlich schnell funktionierte, dauert bei der RS noch ein wenig. Auf den Reifenflanken ist noch etlich Glanz (für meinen Geschmack). Liegt aber auch an den Straßenverhältnissen bzw. den Außentemperaturen. Der Roadsmart ist zwar ein guter Reifen und kommt schnell auf Betriebstemperatur, aber er fühlt sich etwas, hm, komisch an, zu kippelig.
Kurz nach der Erstinspektion musste ich 0,2 Bar draufpacken, dann wurde es etwas besser. Gestern bin ich AB gefahren, lang gezogene Rechtskurve bei etwa 160 km/h, leichte Schräglage, als plötzlich das vordere Ende des Motorrads sehr markant anfing zu schlingern. Ich musste ordentlich zupacken und hatte mein Schreckmoment. Wieder der Luftdruck? Muss ich mal austesten.

Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Fr 9. Nov 2018, 00:22 
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Bei der CB1100A 2013 kann man den Reifen komplett bis zum Rand benutzen. Ist schließlich alles bezahlt... :mrgreen:

http://www.1a-software.de/~rsz/bilder/150830_Anneau_du_Rhin/dsc02701.jpg

Hatte allerdings die kurzen Fühler verbaut, sonst kratzt es gleich in der Kurve. :eusa-whistle:

http://www.1a-software.de/~rsz/bilder/ES-I64/dsc03004.jpg

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- Dieser Text wurde mit einer Taschenlampe in das offene Ende eines Glasfaserkabels gemorst. -


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Fr 9. Nov 2018, 11:58 
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das gilt aber auch nur bei buckellosen und ebenen Strassen wie z.b. Rennpiste.......und z.b. ohne Passagier oder mit besserem Fahrwerk...
denn meine Auspuffblenden sind angekratzt.....

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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Fr 9. Nov 2018, 15:23 
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Django hat geschrieben:
Bei der CB1100A 2013 kann man den Reifen komplett bis zum Rand benutzen. Ist schließlich alles bezahlt... :mrgreen:

:D

Nee, ich sicher nicht. Die letzten 5 Millimeter bleiben stehen. Das hat bisher nicht immer funktioniert, aber ich arbeite beständig daran, in meiner Wohlfühlzone zu bleiben. ;)

Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Fr 9. Nov 2018, 16:09 
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Ob da nun 5, 10 oder wieviel auch immer am Rand noch unberührt ist, ist vollkommen egal! Ich behaupte, dass ich deutlich schneller als die Mehrheit hier im Forum durch die Kurven (enge!) unterwegs bin und trotzdem 1cm Rand am Pneu habe. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Fahrstil. Mit Drücken kann ich auch als Schleicher bis zum äussersten Rand den Reifen abfahren, als Leger eher nicht und als leicht Hangoff-Fahrer eigentlich nie.

Und dann kommt noch die Physik bzw. die Reifengeometrie...aber lassen wir das.

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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Fr 9. Nov 2018, 18:00 
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lederkombi hat geschrieben:
Ob da nun 5, 10 oder wieviel auch immer am Rand noch unberührt ist, ist vollkommen egal! Ich behaupte, dass ich deutlich schneller als die Mehrheit hier im Forum durch die Kurven (enge!) unterwegs bin und trotzdem 1cm Rand am Pneu habe. Wie ist das möglich? Ganz einfach: Fahrstil.

Ich sehe das auch eher unter dem Aspekt Fahrsicherheit. Ist gut zu wissen, was kann der Reifen, was kann ich mit dem Reifen, wenn's mal drauf ankommt. Dann noch das Fahrgefühl, Vibrationen, Eigendämpfung, Abrollverhalten etc. - harmonisch muss es sein. Mein momentaner Favorit ist der Pirelli Angel GT. Wäre toll, wenn der auch auf der RS funktioniert (?).

Apropos, von wegen Instabilität neulich, ich habe heute vorn 0,3 (jetzt 2,6) bar draufgepackt. Bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis! War wohl etwas schwammig unterwegs die letzten Tage.

Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Sa 10. Nov 2018, 08:03 
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alprider hat geschrieben:
das gilt aber auch nur bei buckellosen und ebenen Strassen wie z.b. Rennpiste.......und z.b. ohne Passagier oder mit besserem Fahrwerk...
denn meine Auspuffblenden sind angekratzt.....



django

ups

hab vergessen du warst da ja mit der 13er unterwegs bzw. mit ner 4in1 Tröte.....unsere sehr hübschen 4in2er haben da wohl ne leicht andere Geometrie

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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Sa 10. Nov 2018, 12:24 
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ach ja , flott......damit meine ich auch rund/flüssig unterwegs sein..... nicht in jedem Fall einfach nur schnell "nach Tacho"....und rund nicht nur im dynmischen Sinn sondern auch ; nicht gerade durch die Kurven... :mrgreen: ...sonst vermasselt man sich ja 50% vom ganzen Kurvenspass.. .. :pray: ... :lol:

und gerade diese art von flott kommt z-b. in meinen Breitengraden besonders gut zum Zuge bei den etlichen engeren berg und tal Kurvenradien-kombis

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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Sa 10. Nov 2018, 15:57 
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alprider hat geschrieben:
ach ja , flott......damit meine ich auch rund/flüssig unterwegs sein..... nicht in jedem Fall einfach nur schnell "nach Tacho"....und rund nicht nur im dynmischen Sinn sondern auch ; nicht gerade durch die Kurven... :mrgreen: ...sonst vermasselt man sich ja 50% vom ganzen Kurvenspass.. .. :pray: ... :lol:

und gerade diese art von flott kommt z-b. in meinen Breitengraden besonders gut zum Zuge bei den etlichen engeren berg und tal Kurvenradien-kombis

Als HSKler wohne ich mitten in einem Biker-Paradies, Kurve an Kurve, bergauf und bergab. Alle vorstellbare Arten von Kurven und deren Kombinationen. Nach zwei oder mehr Stunden braucht es schon eine gewisse Konzentration bzw. Disziplin, um diesen Kurvenverläufen artgerecht zu folgen. Vor allem Fremdkennzeichenfahrern aus flacheren Landesteilen scheint nach einer gewissen Zeitspanne der Kopf zu schwirren, was manchmal nicht ganz ungefährlich ist. Denn viele sind schon mehr als flott unterwegs und nehmen irgendwann den optimalen Zusammenhang zwischen Bogen und Linie nicht mehr allzu ernst.

Zur RS: Der Ischias meldet sich nach nunmehr 2500 gefahrenen Kilometern. Kann einen direkten Zusammenhang zwischen Fahrerei und Schmerzlevel herstellen. Suche nach einer Lösung, das abzustellen.
Zweitens, der ziemlich heftige Winddruck ab ca. 130 km/h - mir von der EX her nicht in Erinnerung geblieben. Sorgt für Verspannungen der Nackenmuskulatur. Zudem muss am Lenker ordentlich zugepackt werden, da ist nix mehr mit locker und so. Nervt ein bisschen, da ich unter der Woche bis zu 100 Kilometer AB fahre.
Drittens, jetzt deutlich sichtbare Scheuerstellen im Lack, wo die Schenkel mit dem Tank in Berührung kommen. Habe mir Tank Pads von Savage besorgt und überlege noch zwecks optimale Anbringung. Hätte ich gern drauf verzichtet, aber muss wohl sein.

Bis auf solche Kleinigkeiten ist bisher alles gut. Die Fahrerei sowieso. In der kommenden Woche stehen bei uns nochmals sonnige, trockene und nicht zu kalte Tage an. Große Vorfreude! :D

Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Sa 10. Nov 2018, 17:30 
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Kann mir mal einer verraten was ein HSKler ist. Es gibt eben auch noch dumme im Forum, die mit solchen Begriffen nichts anfangen können. :think: :violin:

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Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.
(Henry Ford)
Gruß Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Sa 10. Nov 2018, 17:49 
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dito
hsk..ich glaub du musst mich aufklären....sonst fange ich an vom BF zu sprechen grins,..


100km AB je am Stück ? ...nun vorher bist ja glaub ne NC-X gefahren bzw aufrecht gesessen.....jetzt plötzlich und recht häufig eine andere Sitzposition und die RS hat ja eh eine leicht "sportlichere" Sitzposition zur EX......

also ich habe im Frühling nach den ersten 1-2 Tagestouren auch je nen verspannten Nacken: Muskel-Kondition, ......nun die Anströmung des Helms oder auch dessen Gewicht hmmm...........Ischias...weiss nicht lässt den Bauch arg durchhängen holes Kreuz ? oder eine Fortsetzung des verkampften Nackens ?....

vorallem auf der AB stehts immer wieder mal den ganzen Oberkörper Schultern Kopf bewegen , drehen um auf zu lockern....

und du weisst ja Arme + Schulter sollten eh stehts locker sein ....

ev. verkrampfst dich dermassen ,dass du meinst mann müsse den Lenker dermassen fest halten...oder ich habe noch nie gehört bei hohen Tempi müsse man den Lenker dermassen in Position halten....

und sonst eben typisch RS für in die Kurven hinein bedarf es etwas den Stier an den Hörnern zu nehmen im Vergleich zur EX....aber das liest hört man ja in allen Fahrberichten der RS.....meine 20min Probefahrt einer solchen reichten nicht um das def. zu erfühlen das "Gelände" war auch nicht entsprechend ....nur , dass es generell so richtig anderst war zur EX zu mind auf den ersten 2-3km danach hatte ich mich insofern daran gewöhnt.......und sonst, auch die 1000er CBF musste man/ich etwas halten in den Kurven die hatte aber z.b. eher einen schmalen Lenker und dort war ich weit mehr nach vorne geneigt......ich möchte aber die über 40t km damit nicht missen


jaaa habe ich auch schon gehört.....vorallem bei Lederhosen, dass die an den TankLack gehen......als langjähriger Chopperfahrer fahre ich aber eh immer ohne "Knieschluss".....und 99% in Textil sicher seit ich keinen Chopper mehr habe....z.b. unser "lederkombi" hat auch Tankpads montiert.. seine kommen optisch eigentlich recht gut am Tank der letzten Generation

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BeitragVerfasst: Sa 10. Nov 2018, 19:56 
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Moin,
ich denke, er meint Hochsauerlandkreis, KFZ Kennzeichen HSK, eben die Ortsansässigen.
Thomas, du bist demnach ein HAL-ler :)
Vg
Rüdiger

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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: So 11. Nov 2018, 01:51 
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alprider hat geschrieben:
hsk..ich glaub du musst mich aufklären....sonst fange ich an vom BF zu sprechen grins,..

Wie GruftiStarter richtig angemerkt hat, ist der Hochsauerlandkreis gemeint. Eine Mittelgebirgsregion im südöstlichen Nordrhein-Westfalen. Spielplatz für Motorradfahrer des umliegenden Flachlands. Recht so und herzlich willkommen! :D

alprider hat geschrieben:
100km AB je am Stück ? ...nun vorher bist ja glaub ne NC-X gefahren bzw aufrecht gesessen.....jetzt plötzlich und recht häufig eine andere Sitzposition und die RS hat ja eh eine leicht "sportlichere" Sitzposition zur EX......

Nein, nicht am Stück. So lange und so weit nur dann, wenn ich dazu genötigt werde. Aber damit ist es erstmal vorbei, Motorcenter Heinen in Dortmund gibt zum Jahresende die Motorradsparte auf, ich muss mir ne neue Werkstatt bzw. einen neuen Freundlichen suchen.
Und ja, ich habe vorher eine NC-X (DCT) gefahren. Davor eine VFR 800 F. Die X hat eine kerzengerade Sitzposition, eine Wind abweisende Verkleidung u. Windschild. Der Wechsel auf eine Nackte ist an sich schon eine große Veränderung. Die VFR hat eine ziemlich sportliche Sitzposition, stark zum Vorderrad orientiert, Stummel. Ist aber überhaupt nicht unbequem.
Die RS ist auch sportlich angehaucht, aber auf eine ganz andere Weise. Die Fußrasten liegen tiefer und mittiger/neutraler, was eine Rolle spielt, wenn man sich etwas weiter hinten auf dem Sattel positioniert. Dann liegt man vornüber gebeugt ganz gut im Wind, andererseits werden mir die Arme ziemlich lang. Das ist so interessant wie gewöhnungsbedürftig.

alprider hat geschrieben:
also ich habe im Frühling nach den ersten 1-2 Tagestouren auch je nen verspannten Nacken: Muskel-Kondition, ......nun die Anströmung des Helms oder auch dessen Gewicht hmmm...........Ischias...weiss nicht lässt den Bauch arg durchhängen holes Kreuz ? oder eine Fortsetzung des verkampften Nackens ?....

Ich bin Ganzjahres- und Vielfahrer, einerseits gut im Training, andererseits aber auch permanent in Wind und Wetter. Rückenschmerzen sind sowieso meine ständigen Begleiter aus diversen Gründen. Das mit dem Ischias ist aber neu. Kommt auf die Liste.
Ich trage einen X-Lite 701, völlig glatt u. windschlüpfrig u. angenehm leicht u. kaum aus der Ruhe zu bringen. Das mit dem Ischias scheint mir eher mit dem Sattel zusammenzuhängen.

alprider hat geschrieben:
vorallem auf der AB stehts immer wieder mal den ganzen Oberkörper Schultern Kopf bewegen , drehen um auf zu lockern....

und du weisst ja Arme + Schulter sollten eh stehts locker sein ....

Ist eh klar. Ich bin sowieso immer locker im Sattel, ganz entspannt. In den ersten paar Wochen auf einem neuen Fahrzeug muss ich mich aber zunächst mal einfinden, ist immer so. Dann ist da schon eine gewisse Anspannung dabei.

alprider hat geschrieben:
ev. verkrampfst dich dermassen ,dass du meinst mann müsse den Lenker dermassen fest halten...oder ich habe noch nie gehört bei hohen Tempi müsse man den Lenker dermassen in Position halten....

:think:
Die RS kommt mir bei höheren Geschwindigkeiten nicht überragend spurstabil vor. Zwar zeigt sich kein Lenkerflattern- bzw. schlagen (bei vernünftig befüllten Reifen ...), aber sie reagiert auf Richtungskorrekturen ungewohnt sensibel. Wenn man darauf eingestellt ist, kein Problem. Vielleicht ist das eine Eigenart dieses Modells.

alprider hat geschrieben:
und sonst eben typisch RS für in die Kurven hinein bedarf es etwas den Stier an den Hörnern zu nehmen im Vergleich zur EX....aber das liest hört man ja in allen Fahrberichten der RS.....meine 20min Probefahrt einer solchen reichten nicht um das def. zu erfühlen das "Gelände" war auch nicht entsprechend ....nur , dass es generell so richtig anderst war zur EX zu mind auf den ersten 2-3km danach hatte ich mich insofern daran gewöhnt.......

In Sachen Kurven finde ich die Agilität der RS wiederum sehr faszinierend! Für so ein schweres Motorrad kommt sie dann sehr leichtfüßig daher, lässt sich gut umlegen und allgemein sehr gut dirigieren. Im Vergleich dazu wirkt die NC 750 S, die ich nebenher fahre, beinahe schwerfällig. Klingt komisch, ist aber so. Bei der RS muss man eher aufpassen, dass man es nicht übertreibt, z.B. hektische Kurskorrekturen oder Geschwindigkeitsschwankungen in Kurven, dann verpaart sich die Hyperaktivität mit dem Gewicht und macht komische Sachen wie rausdriften und nach innen fallen und so. Von meinen vorherigen Motorrädern kenne ich das jedenfalls nicht in dieser Form. Aber auch diesen Tick kann man in den Griff bekommen. Habe ich eigentlich schon.

alprider hat geschrieben:
jaaa habe ich auch schon gehört.....vorallem bei Lederhosen, dass die an den TankLack gehen......als langjähriger Chopperfahrer fahre ich aber eh immer ohne "Knieschluss".....und 99% in Textil sicher seit ich keinen Chopper mehr habe....z.b. unser "lederkombi" hat auch Tankpads montiert.. seine kommen optisch eigentlich recht gut am Tank der letzten Generation

In meiner VFR-Zeit habe ich den Knieschluss schätzen gelernt und fahre fast nur noch so. Besonders reizvolle Kurven ausgenommen, da wandert das kurveninnere Knie nach vorn und unten. Ich fahre untenrum in Textil und obenrum zumeist in Leder, was ich bei anderen Fahrern eher selten sehe. Ich schätze die Windschlüpfrigkeit der Lederjacke und die Bequemlichkeit der Textilhose inkl. gut dimensionierter Beintaschen.
Mit dem eventuellen ästhetischen Mehrwert von Tankpads bin ich noch am hadern. Aber Schutz geht vor Optik. Seufz.

Gruß
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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: So 11. Nov 2018, 10:00 
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mal schauen ob ich es nächstes Jahr fertig bringe mal ne RS einen Tag lang mieten zu gehen um damit in unsere Hügel zu fahren.......

einen steileren Lenkkopfwinkel bzw kürzeren Radstand mit breiteren Reifen und nicht zuletzt einen schmaleren , tieferen Lenker der etwas weiter vorne ist ......gibt in Summe halt bestimmt ein markant anderes Fahrverhalten /handling .....insofern spielt natürlich auch der Luftdruck und das Querprofil+Eigenschaften von versch. Reifen zusätzlich eine nicht unbedeutende Rolle.... :think:

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hohe Tempi kann ich hier halt nicht legal bewerkstelligen.....und sonst kann ich auf die möglichen Folgen gestrost verzichten..... :shifty:

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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Fr 1. Mär 2019, 17:53 
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Nach einer 9-wöchigen Winterpause wieder im Sattel zu sitzen und durch die Landschaft zu rollen, ist ein tolles Gefühl. Nach der ersten Tankfüllung war ich wieder einigermaßen im Thema. Nach der zweiten Tankfüllung vor zwei Tagen dann ein erster Abgleich mit meinen Erfahrungen aus dem letzten Jahr, nach insgesamt 3000 gefahrenen Kilometern:

Geschwindigkeiten ab ca. 140 km/h sorgen für etwas Unruhe im Fahrzeug und daher auch bei mir. Wie ich weiter oben schrieb, hapert es ein wenig mit der Spurstabilität, was ich vom EX-Modell her nicht kenne. Reifendruck und Profil sind okay. Eigentlich bin ich ansonsten mit dem Grundsetup des Fahrwerks sehr zufrieden. Trotzdem werde ich mal experimentieren, den Negativfederweg erhöhen (rausnehmen?) und die Vorspannung hinten erhöhen. Also Front runter, Heck rauf. Mal schauen, was dann passiert. Möglicherweise ist auch die Erstbereifung nicht die optimale Wahl (Roadsmart 3). Hoffe, ich kriege das Problemchen in den Griff.

Die Praxis zeigt auch, dass die Fußrasten für meinen Geschmack etwas zu weit vorn platziert sind. Ich hätte es gern etwas sportlicher. Ambitioniert auf der Landstraße passt es noch in etwa, wenn ich auf den Stiefelspitzen fahre. AB-Fahrten sind problematischer, da sitze ich fast schon auf dem Tank, wenn's etwas forscher zur Sache geht.

Mitunter liege ich hart am Gas. Habe die Kette gecheckt, da ist alles im Normbereich (sie wurde bei der Erstinspektion geringfügig nachgespannt). Ich meine, das ist im letzten Jahr nicht so auffällig gewesen. Zu viel Spiel im Gasgriff ist es auch nicht. Steht unter Beobachtung.

Mucken und Ruckeln im 3. Gang bei Tempo 50-60 km/h, also in erster Linie bei Ortsdurchfahrten. Das nervt. Mich. Total! Auch so eine Sache, die ich von der EX her nicht kenne. Sobald das Wetter wieder mitspielt, ist ein Werkstattbesuch fällig.

Das Helmschloss lässt sich nicht öffnen. Der Schlüssel lässt sich problemlos einstecken. Dann passiert da nix mehr. Hm.

Meine Zufriedenheit in Sachen Lackqualität hält sich in Grenzen. Finde ich bei einer Honda jetzt etwas verwunderlich. Wieder zum Vergleich die 14er EX, bei der war der Lack richtig gut!

Die (gelben) Hartgummi-Abdeckungen der Federbeinaufnahmen haben sich verfärbt, vermutlich eingefressener Bremsstaub/Kettenrotz. Nichts zu machen.

Nicht wirklich etwas Dramatisches in dieser Aufzählung. Lässt sich wohl alles beheben, ändern oder abstellen. Oder ignorieren.


Gruß
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: So 3. Mär 2019, 01:20 
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X-Man hat geschrieben:
Mitunter liege ich hart am Gas.

Was heisst das bitte?

X-Man hat geschrieben:
Die Praxis zeigt auch, dass die Fußrasten für meinen Geschmack etwas zu weit vorn platziert sind.

Könnte vielleicht von der Körpergröße abhängen. Ich bin 1,73 m groß und soweit ich mich an meine RS Probefahrt erinnere, war die Sitzposition ideal. Hatte mir nur folgendes von der Probefahrt (April/Mai 2018) notiert: "Sehr einfach zu fahren. Sehr bequeme Sitzbank, optimale Sitzhöhe." Meine Erinnerung ist, das die Mühle einen Heidenspass gemacht hat, aber ich bin auch nicht Autobahn damit gefahren, sondern nur Landstraße.

Dieter


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: So 3. Mär 2019, 13:23 
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CBInteressent hat geschrieben:
X-Man hat geschrieben:
Mitunter liege ich hart am Gas.

Was heisst das bitte?

Wenn ich Gas anlege, geht ein spürbarer (harter) Ruck durch das Motorrad. Gebe ich aber ultrasanft Gas, tritt dieses Phänomen kaum bis gar nicht auf. Kenne das nicht von diesem 4Zylinder. Vielleicht hat der ja auch ein anderes Mapping und das ist jetzt die Norm. So auch das Konstantfahrruckeln. Das fände ich allerdings blöd.

CBInteressent hat geschrieben:
X-Man hat geschrieben:
Die Praxis zeigt auch, dass die Fußrasten für meinen Geschmack etwas zu weit vorn platziert sind.

Könnte vielleicht von der Körpergröße abhängen. Ich bin 1,73 m groß und soweit ich mich an meine RS Probefahrt erinnere, war die Sitzposition ideal. Hatte mir nur folgendes von der Probefahrt (April/Mai 2018) notiert: "Sehr einfach zu fahren. Sehr bequeme Sitzbank, optimale Sitzhöhe." Meine Erinnerung ist, das die Mühle einen Heidenspass gemacht hat, aber ich bin auch nicht Autobahn damit gefahren, sondern nur Landstraße.

Dieter

Die Sitzposition an sich ist insgesamt okay. Ich bin einen Zentimeter größer als Du. Vielleicht hängt es auch mit dem Terrain und der Fahrweise zusammen. Ich bin gewiss nicht so arg schnell unterwegs und verwechsle die RS auch nicht mit einem Sportgerät, aber da ist für mich eine ungewohnte Spreizung zwischen dem, was oberhalb der Gürtellinie passiert, und was darunter. Oberhalb passt alles perfekt, unterhalb ist es mir eine Spur zu inaktiv in bestimmten Situationen.

AB und RS, das passt nicht wirklich zusammen, fürchte ich. Der Winddruck ist - im Vergleich mit anderen Naked Bikes, die ich gefahren bin - immens. Man sitzt halt drauf, nicht drin. Erschwerend kommt hinzu, dass ab einer gewissen Geschwindigkeit der Knieschluss flöten geht. Der Effekt der zweigeteilten Ergonomie verstärkt sich hierdurch noch. Dadurch lässt sich auch mein allererstes Fahrgefühl des Lenkerklammerns erklären, was ich weiter oben mal beschrieben habe. Das kann ich (größere und/oder schwerere Fahrer mögen da andere Erfahrungen haben) nur durch massives Dagegenstemmen ausgleichen, durch starken Druck auf die Fußrasten - die ich deshalb gern weiter hinten positioniert hätte.

Gruß
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Sa 23. Mär 2019, 12:45 
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Beiträge: 124
80 Euro Sprit später:
Vorgestern hat's mich um ein Haar aus einer längeren, dabei leidlich engen aber recht übersichtlichen Linkskurve getragen. Diese Kurve kenne ich sehr gut, sie ist seit Jahren Teil meiner Hausstrecke, ich nehme sie in der Regel mit 80-90 km/h. Ich falle locker in leichte Schräglage, entdecke den Bauernmist auf der Fahrbahn, gebe einen leichten Lenkimpuls zur Kurskorrektur und schieße als Folge davon geradenwegs auf die Leitplanken zu - der erste "Ernstfall" für die RS, und mit so einer heftigen Reaktion habe ich einfach nicht gerechnet.

Beim reflexartigen Bremsen und gleichzeitigen Drücken der Maschine gab's natürlich ein starkes Aufstellmoment. Gottseidank hatte ich nach vorn hin noch genug Luft, und ABS hat auch geholfen. Gesund und heil wieder Zuhause angekommen, erlebte Ehefrau einen über den Abend sehr stillen Ehemann.

Solche Situationen erlebt man ja immer wieder, besonders, wenn man im ländlichen Raum wohnt. Verdreckte Straßen durch Land- und Forstwirtschaft. Kein ungewöhnliches Geschäft für einen einheimischen/erfahrenen Motorradfahrer, mit sowas umzugehen. Ausweichmanöver in Kurven sind für mich Alltagsroutine. Aber bisher hat noch keins meiner Motorräder hierbei solche Zicken gemacht, wie die CB 1100 RS.

Also habe ich mein Hauptaugenmerk gestern auf einer längeren Tour auf das Kurvenverhalten gelegt und bewusst an der Kurvenlinie herumgedoktert. Zunächst einmal waren die Ergebnisse leicht schockierend. Das Fahrzeug gerät für meinen Geschmack viel zu schnell in einen instabilen Zustand. In Verbindung mit dem Gewicht der Maschine hat das unliebsame Effekte. Was ist hier los?

Ist die Fahrzeuggeometrie an sich unstimmig? Gehen Chassis und Reifendimensionen nicht so gut zusammen? Passt der Lenkkopfwinkel nicht so optimal? Könnte man die Effekte durch andere Reifen abmildern? Braucht es (leicht ironisch gemeint) schlicht noch mehr Fahrpraxis auf dieser Maschine als die bisher gefahrenen 3500 Kilometer? Muss ich die hyperagile Front einfach so hinnehmen, weil's eine Eigenschaft des Fahrzeugs ist? Das sind ein paar der Fragen, die mir neuerdings durch den Kopf gehen.

Ich habe gestern viel herumprobiert und herausgefunden, dass eine Art Supermoto-Sitzposition von Vorteil ist - für mich jedenfalls. Man sitzt dabei möglichst nahe am Tank, bei aggressiv herausgestellten Ellenbogen, den Lenker immer gut unter Druck gehalten. So habe ich die Kurvenfahrerei ganz gut unter Kontrolle, und die Zicke macht, was ich will. Aber entspannt geht anders, definitiv.

Also, in "Arbeit" darf das alles letztendlich nicht ausarten ... :lol:

Wenn hier andere RS-Fahrer anwesend sein sollten, die ähnliche oder aber ganz andere Erfahrungen gemacht haben: Wäre nett, wenn ihr euch hierzu mal melden würdet, Fahrstil, Bereifung etc.
Vielen Dank im Voraus!

Gruß
Jörg


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