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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Mo 2. Sep 2019, 22:44 
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Generell sollte man davon Abstand nehmen, es mit einem PKW aufzunehmen, wenn die Karre gut motorisiert ist und ein ambitionierter Fahrer hinter dem Lenkrad sitzt. Das Spiel kann man nicht gewinnen, da der PKW eh eine höhere Kurvengeschwindigkeit fahren kann und die Vögel in der Regel auch noch die Kurven schneiden.

Also der Gesundheit zuliebe...Gas zu ;)


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Mo 2. Sep 2019, 22:49 
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Diese Schilderung ist beängstigend.

Ich hatte das auch mal, allerdings als Beifahrer. Meine Freundin ist in der Baustelle mit den erlaubten 80 gefahren. Hinten ist einer immer mehr drauf gekrochen und sie ist in Panik ausgebrochen und immer schneller geworden. Man kann nichts machen und sitzt ohnmächtig daneben.

Für ein Rennen ist die CB nicht gedacht. Ich würde auch die Variante von Alprider wählen. In der Situation kühlen Kopf zu bewahren ist allerdings auch nicht ganz einfach. Vielleicht vorher noch den Warnblinker anmachen. Das mache ich auch gelegentlich beim Auto fahren, wenn ich die Scheibenwischer des Autos dahinter nicht mehr im Spiegel sehe... danach gehe ich vom Gas. Allerdings habe ich dann 1,4t unter dem Hintern und gut und gerne noch 2m Blech nach hinten. Das schafft Ruhe und Sicherheit.


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 06:13 
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@ Jörg:
Natürlich ist das Verhalten des Passat-Fahrers völlig inakzeptabel. Aber Deine Reaktion darauf ebenso, gefährlich und kindisch. :hand:
Beherzige in Zukunft am besten alpriders Empfehlung!


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 06:30 
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Bei der Schilderung des Rennens hab ich gedacht: "Um Gottes Willen, wie kann man nur ...."
Sich von einem hinter einem fahrenden anderen Verkehrsteilnehmer drängen zu lassen schneller zu fahren als man es will, ist kein Zeichen von "seelischer Ausgeglichenheit" ;)
Es kommt praktisch nie vor, dass jemand einem vorausfahrenden Fahrzeug absichtlich hinten reinfährt (diese "Beißhemmung" ist in uns Menschen vorhanden und wirkt).
Viel gefährlicher ist es, wenn man sich durch die Angst davor dazu verleiten lässt, ein Rennen zu beginnen!

Wenn mal jemand zu dicht auffährt, dann einfach nicht mehr in den Rückspiegel schauen. So einfach ist das.

Grüße

Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 07:42 
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mir gehts darum

lässt du dich provozieren fährst ev. gerne über deinen Verhältnissen aber auch ohne , plötzlich verschätzt dich in einer Kurve und bremst etwas gar.....die Dose ist womöglich nicht auf Zack... aber zack und du wirst abgeschossen bei solch einem Abstand....

_________________
.
es wird Frühling...


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 13:04 
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ingobohn hat geschrieben:
@ Jörg:
Natürlich ist das Verhalten des Passat-Fahrers völlig inakzeptabel. Aber Deine Reaktion darauf ebenso, gefährlich und kindisch. :hand:
Beherzige in Zukunft am besten alpriders Empfehlung!

Ich glaube, Du hast die Beschreibung der Situation nicht 100% verstanden:
"... Ich wollte ihn überholen lassen, aber die Straße gab das nicht gefahrlos her, ..."
D.h. er konnte Alprider's Empfehlung gar nicht nachkommen, da es nur unter Gefahr möglich gewesen wäre.
Außerdem ist das mit solchen Situationen so, dass sie sich entwickeln, d.h. am Anfang sieht das noch ganz harmlos aus und nach und nach spitzt sich das erst zu. Der Passat hatte ja kein Schild auf der Motorhaube "Mopped-Jäger" (in Umkehrschrift).
Wenn Du mal den Film "Das Duell" gesehen hast (ähnliches Szenario mit Truck gegen PKW), weisst Du was ich meine.
Von daher würde ich Jörg's Reaktion nicht als "völlig inakzeptabel" bezeichnen.
Und "kindisch" sind wir Motorradfahrer per defintionem doch alle, oder gibt es irgend einen vernünftigen Grund, sich auf wackelige 2 Räder zu setzen, wenn es sicherere Fahrzeuge mit 4 Rädern gibt? :)


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 14:26 
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Solange der Andere mitbekommt, daß Du das Tempo mitgehst, steigern weit über die Hälfte der Leute auch weiter ihr Tempo.
Das ist nicht mal einem "rasen wollen" geschuldet. Es passiert oft einfach.

Ging mir mit dem Auto auch oft. Wenn man wen im Seitenspiegel näherkommen sieht, zieht man öfter noch schnell rüber und überholt auch.
Jetzt, seit Jahren, Tempomat rein und mich interessiert das gar nicht mehr.

Mit der CB würde ich sowas nie mitmachen. Sie hat Reserven, auf jeden Fall.
Man merkt aber auch ihr Gewicht, es ist ein Cruiser, kein Racer.


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 17:06 
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CBInteressent hat geschrieben:
Und "kindisch" sind wir Motorradfahrer per defintionem doch alle, oder gibt es irgend einen vernünftigen Grund, sich auf wackelige 2 Räder zu setzen, wenn es sicherere Fahrzeuge mit 4 Rädern gibt? :)


Selbst mit Anführungs- und Relativierungszeichen, meiner Definition von Motorradfahrern entspricht dieses Kindisch nicht. Sie greift zu kurz und komplett daneben, wenn auch Motorradfahrer sich kindisch verhalten können.

Wisedrum


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 17:57 
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meine Variante muss nicht unbedingt darauf hinaus laufen, dass er übeholt.......sondern ev auch , dass ihm ev ja ein Licht auf geht, wenn halt nicht nach wieder etwas beschleunigen......tja , dann bis zum Anhalten durch ziehen und mal zum freudndlichen Herrn Autolenker gehen und ganz scheu anfragen ob er sich sicherheittechnisch bewusst sei was der da mache...


erst letzthin war mir eine sehr nah auf den Monkey aufgefahren auf einer überlandstrasse .......ich nahm etwas Gas weg....und beschleunigte nach paar Meter wieder...sie hatte es begriffen und hielt nachher Abstand... :clap:

_________________
.
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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 19:01 
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Interessante Posts. :handgestures-thumbup:
Habe versucht, die kleine Story kurz und faktisch klar zu halten, mir ging's ja in erster Linie um das Gewicht/Handling der CB. ;)

Mittlerweile Ü50, und es gibt nach all den Jahrzehnten als Straßenverkehrtsteilnehmer immer noch neue Situationen, dieses Mal halt mit einem gewissen Gefahrenpotenzial. Das Ausgangszenario ist mir aber nicht unbekannt. Gleich bei meiner ersten Ausfahrt mit druckfrischem A-Schein schob mich ein 5er BMW durch den Arnsberger Wald. Bei der ersten passenden Gelegenheit setzte ich den Blinker rechts, reduzierte die Geschwindigkeit und ließ ihn seiner Wege rasen. Seither ist das dutzende Male vorgekommen, es gibt immer jemanden, der schneller sein will als Du. Mein Motto ist denn auch, wer schneller sein will als ich, den habe ich lieber vor als hinter mir. Bisher hat das auch immer funktioniert. Besonders gut neulich, als ich mit der W800 unterwegs war ... :D

Um zu verdeutlichen, was die Angelegenheit mit dem VW Passat anders gestaltet hat, müsste ich die Strecke irgendwie visualisieren können. Es reiht sich buchstäblich Kurve an Kurve, eine extreme Schlangenlinie, die Fahrt ging bergauf. Es gibt nicht eine Stelle, die man weiter einblicken könnte als ein paar Meter. Es handelt sich um eine schmale Ortsverbindungsstraße ohne Fahrbahnmarkierungen. Wie CBInteressent meine Anmerkung richtig herausgestellt hat, kann man dort nicht gefahrlos halten, und Überholmanöver kommen einer Selbstmordaktion gleich, egal, ob man nun als Überholter steht oder langsam rollt.

Auch der Fahrer des Passat (ich gehe mal davon aus, es war eine männliche Person) passt nicht ins übliche Schema. Hier ging es offensichtlich nicht darum, mich in einer Harakiri-Aktion überholen zu wollen - nicht auf diesem Streckenabschnitt. Dieser Typ hatte zur Jagd geblasen. Bei der zweiten Begegnung hatte ich ja die Geschwindigkeit zunächst nicht erhöht, und ich hatte tatsächlich die Intuition, dass er es in Kauf nehmen würde, mich zu touchieren. So in etwa: Gib Fersengeld, oder ich schieße dich ab, es liegt ganz bei dir ... Kann es so etwas geben, so eine Kaltblütigkeit? Ich wollte es nicht herausfinden.

Ob mein Gasgeben in der Situation nun falsch oder richtig war, darüber kann man diskutieren, klar. Aber wie reagiert man denn nun richtig, wenn man das Gefühl hat, einem Irren ausgeliefert zu sein, der seinen Machtrausch mit dem Gaspedal reguliert? Mit der seelischen Ausgeglichenheit, die ich laut XS Michael in diesem Moment wohl habe missen lassen, war es tatsächlich nicht sehr weit her, das gebe ich zu.

Natürlich war die Entscheidung, den Gashahn aufzumachen, gefährlich, bei beiden Begegnungen. Wäre mir die Strecke unbekannt gewesen, hätte ich das nicht getan. Tatsächlich kenne ich die Straße wie meine Westentasche, ich befahre sie seit 29 Jahren. Was den "kindischen" Aspekt betrifft, den ingobohn angemerkt hat, setzt das ja so etwas wie die Annahme einer Herausforderung zu einem Rennen voraus oder wie auch immer man das nennen will. Wie gesagt, ich fühlte mich keineswegs provoziert, sondern vielmehr angegriffen. Und da ich in der sehr viel schwächeren Position war und meine Handlungsmöglichkeiten extrem limitiert waren, habe ich meinen Instinkt walten lassen, und der sagte mit der Klarheit einer Leuchtreklame in finsterer Nacht: Hau ab!

An eine "Beißhemmung", wie XS Michael das umschreibt, habe ich im Nachhinein (und bevor ich meine kleine Geschichte hier notiert habe) auch gedacht. Kann doch nicht sein, dass einer tatsächlich und mit Vorsatz ... Doch, habe ich schon erlebt, aus der Beobachtung und auch eigenem Erleben, dass bei der einen oder anderen Person im Oberstübchen was aussetzt. Dieses Jahr im April bspw. hat auf der AB (A46 bei Neheim) jemand versucht, mich (im Auto) zu rammen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Was den "technischen Aspekt" meines Gasgebens bzw. Kurvenfahrens betrifft: Mit der NC750X habe ich mich auf sehr sicherem Terrain bewegt. Möglicherweise hat auch das DCT-Getriebe eine Rolle gespielt. Es war weit entfernt von kopflos oder unkalkulierbar. Ich hatte hervorragenden Grip (Pirelli Angel GT), sportlich positionierte LSL-Fußrasten, ein ausreichend firmes Fahrwerk und sowieso eine Art SuMo-Fahrstil auf dem Gerät. Auf der CB ist halt alles ganz anders. Alles! Womöglich habe ich diesem Thread deshalb diesen Titel gegeben ... :D

Danke für Eure Aufmerksamkeit!

Gruß
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 19:24 
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alprider hat geschrieben:
meine Variante muss nicht unbedingt darauf hinaus laufen, dass er übeholt.......sondern ev auch , dass ihm ev ja ein Licht auf geht, wenn halt nicht nach wieder etwas beschleunigen......tja , dann bis zum Anhalten durch ziehen und mal zum freudndlichen Herrn Autolenker gehen und ganz scheu anfragen ob er sich sicherheittechnisch bewusst sei was der da mache...


Habe ich schon zweimal gemacht, mit dem Auto unterwegs gewesen. Beim ersten Mal immer langsamer geworden, bis der Herr in einer uneinsichtigen Kurve (bei immer noch 60 km/h) überholte, kurz beschleunigte und dann seinen Wagen driftend quer stellte, ausstieg und mit einem länglichen Gegenstand in der Hand auf mich zu ging. Als hinter mir ein weiteres Auto anhielt - es war ein stockfinsterer Morgen auf dem Weg zu Arbeit in einem einsamen Waldstück - rannte der Typ zurück zu seinem Wagen und dampfte mit Kavalierstart ab. Auch die beiden Damen im hinzu gekommenen Auto hatte das Nummernschild nicht mehr lesen können.
Beim zweiten Mal hat mich in der Innenstadt ein SUV erst massiv bedrängt und dann beim rechts Überholen rasiermesserscharf geschnitten. An der nächsten Ampel hatte ich ihn vor mir. Ich stieg aus, stapfte rüber, und im Auto saßen vier stattliche Männer südländischer Herkunft mit dicken Oberarmen, Goldketten und ausrasierten Nacken. Nach einem im ruhigen Tonfall vorgetragenen "Verpiss Dich!" habe ich dieser Aufforderung flugs Folge geleistet ... Keine Ahnung, warum mir sowas ab und zu passiert. Aber das sagt meine Frau auch immer, wenn sie mal wieder geblitzt worden ist ...

Gruß
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 3. Sep 2019, 19:49 
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X-Man hat geschrieben:
... Doch, habe ich schon erlebt, aus der Beobachtung und auch eigenem Erleben, dass bei der einen oder anderen Person im Oberstübchen was aussetzt. Dieses Jahr im April bspw. hat auf der AB (A46 bei Neheim) jemand versucht, mich (im Auto) zu rammen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Soso ... da hat also jemand "was versucht". Aber nicht hingekriegt? Oder hat Dich schon mal jemand absichtlich angefahren?
Grüße, Michael


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Mi 4. Sep 2019, 18:07 
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Registriert: Sa 6. Okt 2018, 11:30
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XS Michael hat geschrieben:
X-Man hat geschrieben:
... Doch, habe ich schon erlebt, aus der Beobachtung und auch eigenem Erleben, dass bei der einen oder anderen Person im Oberstübchen was aussetzt. Dieses Jahr im April bspw. hat auf der AB (A46 bei Neheim) jemand versucht, mich (im Auto) zu rammen. Aber das ist eine andere Geschichte.
Soso ... da hat also jemand "was versucht". Aber nicht hingekriegt? Oder hat Dich schon mal jemand absichtlich angefahren?
Grüße, Michael


Auch das ist mir schon passiert. Mit 15/16 oder so habe ich oft den Daumen rausgehalten. Anfang der 80er Jahre war ich auf dem Rückweg von einem Judas Priest Konzert in der Essener Grugahalle, zusammen mit einem Kollegen. Am frühen Morgen, wir hatten die Nacht durchgemacht und waren ziemlich hinüber, standen wir immer noch an der Straße, fern der Heimat, irgendwo im Nirgendwo östlich von Dortmund Aplerbeck. Ich war gerade dran mit dem Daumen, als sich ein Pickup Truck näherte, erst Anstalten machte anzuhalten aber dann genau auf uns zu hielt. Ich habe das überhaupt nicht geschnallt, mein Kumpel Gottseidank schon. Er hat mich dann im letzten Moment am Jackenärmel gepackt und die Böschung hinauf gezogen. Später stellte sich dann heraus, dass ein Knochen des Zeigefingers angebrochen war, ich hatte den Außenspiegel gestreift, bzw. dieser mich. Ich würde das durchaus aus absichtliches Anfahren bezeichnen, und sei es nur, um nicht jetzt, also 36 Jahre später, einen Herzanfall zu bekommen, würde ich länger darüber nachdenken (mit 16 ist man ja eh unsterblich). Eine ganze Weile später haben wir einen Streifenwagen angehalten, die Cops haben uns beiden abgerissenen Gestalten kein Wort geglaubt, zumal wir nur eine Fahrzeugbeschreibung abliefern konnten, kein Kennzeichen. Dafür haben sie uns aber, da wir "zufällig" auf einem Zubringer zwischen zwei Autobahnen standen, Geleitschutz bis zur nächsten Ausfahrt gegeben, das waren keine Ahnung - ein paar Kilometer. In den Streifenwagen durften wir nicht einsteigen, aus "versicherungstechnischen Gründen". Na ja. Hat von außen betrachtet bestimmt ein paar Fragen aufgeworfen ...

Versucht und nicht hingekriegt: Möglicherweise waren da Drogen im Spiel. Oder der Typ war voll wie eine Natter. Oder er hat seine Medizin nicht vertragen. Oder alles zusammen. Ganz bestimmt aber hat er in mein Verhalten etwas hinein interpretiert, was definitiv nicht stattgefunden hat. Ich formuliere es mal so: Er hat mich verfehlt.

So. OT von meiner Seite aus beendet. :D

Gruß
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Do 5. Sep 2019, 06:11 
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Beiträge: 801
X-Man hat geschrieben:
mit 16 ist man ja eh unsterblich

:dance: :dance: :dance:
:lol: :lol: :lol:


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Mo 16. Sep 2019, 17:03 
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Registriert: Sa 6. Okt 2018, 11:30
Beiträge: 148
Das Wetter am vergangenen Wochenende war perfekt, oder?
Meine Frau und ich haben die Gelegenheit genutzt und sind mit CB u. NC auf Verwandtschaftsbesuch in den Wetteraukreis nach Münzenberg gefahren. Auf Höhe Dillenburg ein unerwartetes Hupen. Eine CB-RS fuhr an mir vorbei, Fahrer+Sozia winkten sichtlich erfreut herüber. Habe mich auch gefreut, mal einer 1100er CB in freier Wildbahn zu begegnen. :D

Ich habe selten die Gelegenheit für längere Ausfahrten bzw. kleinere Touren und bin stets neugierig, was sich dabei an Auffälligkeiten/Erkenntnissen so ansammelt. Nach zwei Tagen und insgesamt an die 10 Stunden im Sattel bin ich, was die CB betrifft, ziemlich zufrieden. Wobei die äußeren Bedingungen natürlich optimal waren.
Trotz diverser Zipperlein haben Fahrwerk u. Sattel für ausreichenden Langstreckenkomfort gesorgt, unterstützt durch den sehr leichtgängigen Kupplungshebel. Ich sage bewusst ausreichend, denn ich bin schon bequemer gereist, z.B. mit der VFR. Insgesamt war es aber gut auszuhalten. Am Ende des Tages bin ich schmerzfrei und entspannt abgestiegen. Was will man mehr? Für Schönwetterfahrten/Tagestouren also absolut tauglich.
Der Motor ist mir einmal mehr sehr positiv und angenehm aufgefallen. Für mich gibt es jetzt die Fahrzustände "kalt", "warm" und "perfekt durchgewärmt". Letzteres stellte sich nach etwa zwei Fahrtstunden ein. Der Motor strahlte im Stand eine immense Hitze ab, insbesondere im Bereich des linken Oberschenkels. Aber auch im Fahrbetrieb war die Hitze immer spürbar. Das habe ich aber nicht als störend empfunden. Auf der anderen Seite fühlte sich der Motor noch eine Ecke ruhiger, sanfter, geradezu seidiger an. Alles Ruppige aus der Gasanahme war verschwunden, und ich konnte die Motorbremse viel zielgenauer einsetzen. Die Fahrerei war auffällig runder u. geschmeidiger. Möglicherweise Einbildung, aber auch der Durchzug aus niedrigeren Gängen wirkte eine ganze Ecke eleganter und unangestrengter.
Sehr viel Freude hatte ich auch am Sound aus den Arrow-Endtöpfen, satt, bassig und sehr voluminös, ohne tatsächlich laut zu wirken, war das eine klasse Begleitmusik auf viele hundert Kilometer.
Da in Begleitung meiner Frau, musste ich meinen Fahrstil etwas anpassen, was sich immens auf den Spritverbrauch ausgewirkt hat, er lag etwa bei 4,5 Liter im Gegensatz zu meinen sonst üblichen 5,5. Wir haben auch nur selten die 100 km/h-Grenze erreicht, war mehr so eine Art Motorradwandern.
Ein kleiner Wermutstropfen waren die Lenkervibrationen. Mir ist auffällig oft die Gashand eingeschlafen bzw. Ringfinger u. kleiner Finger. So häufig, dass meine Frau irgendwann gefragt hat, warum ich die Hand so oft ausschüttle, was ich irgendwann gar nicht mehr bewusst registriert hatte. Die Vibrationen verstärken sich so ab 3500 U/min., so dass ich dazu übergegangen bin, diesen Drehzahlbereich nicht mehr allzu oft zu überschreiten.

Persönliches Fazit: Bei gutem Wetter und nicht allzu viel Wind kann man es auf der RS den ganzen Tag gut bis sehr gut aushalten und viel Freude an ihr haben. Größter Pluspunkt: der seidige Lauf des durchgewärmten Motors. Der einzige wirkliche Störfaktor: die Lenkervibrationen. Ein paar Sorgen bereitet mir auf lange Sicht der fehlende Wind- und Wetterschutz.

Gruß
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Mo 16. Sep 2019, 18:44 
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Registriert: Mo 12. Aug 2019, 19:01
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Wohnort: Luzern
X-Man hat geschrieben:
Der Motor ist mir einmal mehr sehr positiv und angenehm aufgefallen. Für mich gibt es jetzt die Fahrzustände "kalt", "warm" und "perfekt durchgewärmt". Letzteres stellte sich nach etwa zwei Fahrtstunden ein. [...] Auf der anderen Seite fühlte sich der Motor noch eine Ecke ruhiger, sanfter, geradezu seidiger an. Alles Ruppige aus der Gasanahme war verschwunden, und ich konnte die Motorbremse viel zielgenauer einsetzen. Die Fahrerei war auffällig runder u. geschmeidiger


Genau das habe ich gestern auch wieder gedacht! Das ist mir schon mehrfach aufgefallen.

Starke Vibrationen rechts kann ich allerdings nicht bestätigen, auch wenn ich nicht genau das gleiche Modell habe. Es würde sich vielleicht lohnen vorne rum alles zu kontrollieren (lassen). Mir ist allerdings aufgefallen, dass es dafür bei mir links dezent vibriert. Ich spreche das mit an beim Reifenwechsel. Er soll auch die Bremse mit checken. Ich bilde mir ein immer Schleifgeräusche zu hören bei niedrigen Geschwindigkeiten.


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 17. Sep 2019, 17:56 
Offline

Registriert: Sa 6. Okt 2018, 11:30
Beiträge: 148
tom1179 hat geschrieben:
X-Man hat geschrieben:
Der Motor ist mir einmal mehr sehr positiv und angenehm aufgefallen. Für mich gibt es jetzt die Fahrzustände "kalt", "warm" und "perfekt durchgewärmt". Letzteres stellte sich nach etwa zwei Fahrtstunden ein. [...] Auf der anderen Seite fühlte sich der Motor noch eine Ecke ruhiger, sanfter, geradezu seidiger an. Alles Ruppige aus der Gasanahme war verschwunden, und ich konnte die Motorbremse viel zielgenauer einsetzen. Die Fahrerei war auffällig runder u. geschmeidiger


Genau das habe ich gestern auch wieder gedacht! Das ist mir schon mehrfach aufgefallen.

Starke Vibrationen rechts kann ich allerdings nicht bestätigen, auch wenn ich nicht genau das gleiche Modell habe. Es würde sich vielleicht lohnen vorne rum alles zu kontrollieren (lassen). Mir ist allerdings aufgefallen, dass es dafür bei mir links dezent vibriert. Ich spreche das mit an beim Reifenwechsel. Er soll auch die Bremse mit checken. Ich bilde mir ein immer Schleifgeräusche zu hören bei niedrigen Geschwindigkeiten.

Gell, das ist ein feiner Motorlauf! Ich denke, ich muss meine Hausrunden ausdehnen ... :lol:

Ich bin eine Zeitlang das 14er EX-Modell gefahren, da gab's keinerlei unerwünschte Vibrationen - Erstbereifung u. keine baulichen Veränderungen.

Bei diversen Tests der RS sind die Lenkervibrationen aber mokiert worden, also handelt es sich dabei wohl um eine bauliche Eigenheit, Lenkergeometrie- und Montage, Reifendimensionen möglicherweise. Ich habe Mechs in drei Honda-Werkstätten hierzu befragt, alle Antworten beinhalteten Lenkermodifizierungen der üblichen Art. Mal schauen, ob und wie ich da rangehen werde.

Gelegentliche Schleifgeräusche an den Bremsen hatte ich bei der 14er EX auch, bin sie aber nicht lange genug gefahren, um da aktiv geworden zu sein. Wie gesagt, ich hatte keine Vibrationen. Bei der Übergabe (Rückgabe) habe ich das Problem angesprochen. Darauf hin wurden die Bremsscheiben begutachtet und für i.O. befunden, die Bremsbeläge waren noch ok, vermutlich sei ein Bremssattel verdreckt, so die Aussage. Ob das tatsächlich so war, habe ich nicht mehr erfahren.

Gruß
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 19. Nov 2019, 19:04 
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Registriert: Sa 6. Okt 2018, 11:30
Beiträge: 148
Nabend. :D

Ich denke seit geraumer Zeit darüber nach, meiner RS eine Bikini-Verkleidung zu verpassen. In erster Linie aus einem bestimmten gesundheitlichen Grund. Ginge es nach meiner Hausärztin (die selber Motorrad fährt), würde sie mir gleich eine GS mit Sitzheizung "verschreiben". Ich würde aber gern die CB behalten, dafür benötige ich jedoch als Mindestanforderung einen wirksamen (!) Windschutz bis Höhe Brustbein. Keine Ahnung, ob das mit einer Bikini-Verkleidung machbar ist. ??

Eine andere Frage ist die der Optik. Ich habe noch keine CB in natura mit so einer Verkleidung gesehen. Auf Fotos wirkt sie - egal welches Zubehör-Modell - etwas gewöhnungsbedürftig in meinen Augen. Also, Bikini cool oder eher uncool? :think:

Gruß
Jörg


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 19. Nov 2019, 20:15 
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Registriert: Fr 27. Sep 2019, 08:35
Beiträge: 141
X-Man hat geschrieben:
:D
Also, Bikini cool oder eher uncool? :think:

"uncool", altbacken und häßlich, zudem meistens wirkungslos oder verschlimmernd.


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 Betreff des Beitrags: Re: CB1100 RS - was geht!?
BeitragVerfasst: Di 19. Nov 2019, 20:37 
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Die Verkleidung von Samurider finde ich sehr stimmig, leider aber ohne ABE und Teilegutachten. Man wäre somit ohne BE unterwegs.
Grundsätzlich ist es eine Frage des Geschmacks. Mir gefallen solche Verkleidungen. An meinen ehemaligen R1200R waren die ebenfalls verbaut und sahen richtig gut aus. Windschutz darf man aber nicht überbewerten. Und es wird durch die Luftverwirbelungen u.U. deutlich lauter unterm Helm.
Eine Kröte muss man immer schlucken.


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