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BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2019, 23:00 
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Hallo zusammen,

beim tanken in Oesterreich habe ich am Sonntag die Zeitschrift "Test & Technik" Motorroadfahrer Spezial gekauft. Ausgabe 01/2019 ;-) Ob sie dieses Jahr noch eine zweite schaffen?

Grosser Aufmacher Honda CB1100RS 10.000km Dauertest.

Sieht man mal von der vielen inline Werbung für AddOns wie Taschen etc. ab und das der Artikel noch etwas Fleisch bräuchte, kommt die CB eigentlich gut weg. Nur das Abblendlicht ist der einzige echte Kritikpunkt.

Es wird aber auch recht deutlich gesagt, dass das keine Maschine für Heizer ist.

Verbrauch übrigens 5.2l/100 km um auch diesen Faden wieder aufzunehmen. Der Limiter auf 180 ist für den heimischen japanischen Markt und das Moped noch immer stabil bei der Geschwindigkeit. Die in Deutschland nach der alten Regelung zugelassen möglichen Reifen werden kurz angerissen...

In der Motorradfahrer ist vielleicht noch ein weiterer Artikel. Hat da jemand was gesehen?

Leider kenne ich für die EX keinen vergleichbaren Artikel. Nur itsme Dauertest der seinesgleichen sucht. :-)

Noch ein Blick über den Tellerrand: die CB1000RR ist drin, ebenso die Tenere 700 die ich interessant finde, aber lieber nicht Probe fahre. Sonst gibts Aerger mit der Chefin.

Viele Grüsse

Thomas


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BeitragVerfasst: Di 5. Nov 2019, 09:49 
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so mancher Ami hat 50000 und mehr ok die haben meist nur 13er....aber ist ja egal......Fakt ist: keine Probleme in diesem Sinn....nur vereinzelte mit den Stand-Drehzahlen aber ob das die 17er ev. immer noch kriegen können...?
-----------------------------------------------------

die neue CB-RR ist eigentlich ein reiner Rennpistenhobel mit Strassenzulassung.....bzw. honda sagt selbst sie hätten sie darauf optimiert...eigentlich ists rundum ein neuer Töff

https://www.1000ps.ch/modellnews-300615 ... blade-2020

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......unbestimmte....... Winterpause....Winterpause...Winterpause.....wird es jemals wieder mal Frühling hier ?
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BeitragVerfasst: Di 5. Nov 2019, 10:47 
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Fahrer mit einer CB und über 50.000km auf dem Tacho gibt's auch in D, dafür muss gar nicht erst übern großen Teich geschaut werden. Über 57.000 problemlose Kilometer mit meiner. Andere wie Itsme fahren viel höhere Laufleistungen zusammen. Im erwähnten Amerika gibt's auch Fahrer mit über 100.000mls auf dem Tacho. Der eine und andere verschleißbedingte Ausfall von Teilen bleibt dann nicht aus. Inwiefern sich mit einer Instandsetzung konfrontiert Sehender die Beziehung zur Honda daraufhin "killt", muss jeder selbst entscheiden. Dagegen nehmen sich die 10.000 Einfahrkilometer der Zeitschrift vergleichsweise sehr gering aus und bedürften keinerlei Erwähnung, um die Honda als problemlos darzustellen.

Stimmt, ein Leerlaufproblem besaß auch mein 2013 Modell, das erst bei über 20.000km auftrat. Es ließ sich nach einigem Hin und Her durch ein Software Update von Honda beheben. Eine Möglichkeit, die von diesem Problem geplagten Amerikanern nicht zugänglich ist und so werden dort, möchte fast schreiben in der Not, übersprungshaft aktionistisch diverse Teile an der CB ausgetauscht, das halbe Motorrad dafür zerlegt, ohne dass dadurch allen Betroffenen auch dauerhaft geholfen wird, weil so oft nicht des Problems Ursache beseitigt wird. Dieses Problem kann das mir einzig bekannte der Honda sein. Kann auch vereinzelt spätere Modelle ab 2014 betreffen. Andere sich einstellende sind meist vom Besitzer hausgemacht durch eigenes, nicht geglücktes Handlegen bzw. Ablegen.

Die Honda ist ein gutes, haltbares und für mich mehr als kräftiges Motorrad. Wer damit wie um die Ecken ("sportlich") pfeift und das als passend oder nicht empfindet, entscheidet in erster Linie der Besitzer. Testfahrer aus Zeitschriften inklusiv ihrer Aussagen dazu sind für mich diesbezüglich, wenn überhaupt, nur grobe Anhaltspunkte, falls ich ihre Tests lese, zu sehr weicht ihre "professionelle" vergleichende Herangehensweise an ein Motorrad von meiner ab, als der, der in einem Motorrad ganz anderes sieht und wahrnimmt, als es dem emsig suchenden Tester gemeinhin gegeben zu sein scheint. Und anschließend ist dieser bemüht, das Gefundene für seine manchmal bisweilen geneigte Leserschaft in Worte zu fassen. Nun denn....

Wisedrum


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BeitragVerfasst: Fr 8. Nov 2019, 03:30 
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Ich habe mein Leerlaufproblem mit den Überbrückungssteckern für die Lambdasonden gelöst. Seither ist ruhe und der Motor schnurrt :mrgreen:

Wisedrum hat geschrieben:
Fahrer mit einer CB und über 50.000km auf dem Tacho gibt's auch in D, dafür muss gar nicht erst übern großen Teich geschaut werden. Über 57.000 problemlose Kilometer mit meiner. Andere wie Itsme fahren viel höhere Laufleistungen zusammen. Im erwähnten Amerika gibt's auch Fahrer mit über 100.000mls auf dem Tacho. Der eine und andere verschleißbedingte Ausfall von Teilen bleibt dann nicht aus. Inwiefern sich mit einer Instandsetzung konfrontiert Sehender die Beziehung zur Honda daraufhin "killt", muss jeder selbst entscheiden. Dagegen nehmen sich die 10.000 Einfahrkilometer der Zeitschrift vergleichsweise sehr gering aus und bedürften keinerlei Erwähnung, um die Honda als problemlos darzustellen.

Stimmt, ein Leerlaufproblem besaß auch mein 2013 Modell, das erst bei über 20.000km auftrat. Es ließ sich nach einigem Hin und Her durch ein Software Update von Honda beheben. Eine Möglichkeit, die von diesem Problem geplagten Amerikanern nicht zugänglich ist und so werden dort, möchte fast schreiben in der Not, übersprungshaft aktionistisch diverse Teile an der CB ausgetauscht, das halbe Motorrad dafür zerlegt, ohne dass dadurch allen Betroffenen auch dauerhaft geholfen wird, weil so oft nicht des Problems Ursache beseitigt wird. Dieses Problem kann das mir einzig bekannte der Honda sein. Kann auch vereinzelt spätere Modelle ab 2014 betreffen. Andere sich einstellende sind meist vom Besitzer hausgemacht durch eigenes, nicht geglücktes Handlegen bzw. Ablegen.

Die Honda ist ein gutes, haltbares und für mich mehr als kräftiges Motorrad. Wer damit wie um die Ecken ("sportlich") pfeift und das als passend oder nicht empfindet, entscheidet in erster Linie der Besitzer. Testfahrer aus Zeitschriften inklusiv ihrer Aussagen dazu sind für mich diesbezüglich, wenn überhaupt, nur grobe Anhaltspunkte, falls ich ihre Tests lese, zu sehr weicht ihre "professionelle" vergleichende Herangehensweise an ein Motorrad von meiner ab, als der, der in einem Motorrad ganz anderes sieht und wahrnimmt, als es dem emsig suchenden Tester gemeinhin gegeben zu sein scheint. Und anschließend ist dieser bemüht, das Gefundene für seine manchmal bisweilen geneigte Leserschaft in Worte zu fassen. Nun denn....

Wisedrum


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BeitragVerfasst: Fr 8. Nov 2019, 08:21 
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Erstaunlich, welche Wege auch nach "Rom führen" können.

Wisedrum


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BeitragVerfasst: Fr 8. Nov 2019, 14:55 
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lederkombi hat geschrieben:
Ich habe mein Leerlaufproblem mit den Überbrückungssteckern für die Lambdasonden gelöst. Seither ist ruhe und der Motor schnurrt :mrgreen:


Wenn ich das richtig verstehe, bedeutet das im Umkehrschuss, dass beim genannten Leerlaufproblem die Lamdasonde nicht richtig arbeitet...?

Grüße
Jürgen


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BeitragVerfasst: Sa 9. Nov 2019, 21:38 
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tom1179 hat geschrieben:
Sieht man mal von der vielen inline Werbung für AddOns wie Taschen etc. ab und das der Artikel noch etwas Fleisch bräuchte, kommt die CB eigentlich gut weg. Nur das Abblendlicht ist der einzige echte Kritikpunkt.

Es wird aber auch recht deutlich gesagt, dass das keine Maschine für Heizer ist.

Hallo Thomas,
das Abblendlicht wurde m.E. sehr zu Recht kritisiert. Es ist unzeitgemäß und einfach viel zu schlecht. Man kann es - weil es ein LED-Licht ist und den typischen Honda 8-fach Stecker hat - leider nur mit einigem Aufwand austauschen. Hab ich und jetzt ist es wirklich ok.

Ich fahre jetzt erst seit rund 1500km mit meiner CB 1100 RS und wenn man sich nicht scheut, mit warmgefahrenen Motor auch mal am Gashahn zu drehen und etwas herunterzuschalten, dann geht da schon beeindruckend was, finde ich. Bei der CB 1100 RS ist mir aber etwas aufgefallen, das mich überrascht hat: sie gibt mir das Gefühl der hohen Geschwindigkeit ungefiltert weiter, d.h., der sich mühenden Motor ist wahrnehmbar, und damit stellt sich ein realitätsnahes Bild der Situation ein: "Hey, ich fahre 120km/h, und der Motor schafft ganz schön heftig!"

Bin davor eine Guzzi V9 gefahren, da war leider etwas zu früh Schluß mit dem Hub (wobei der Druck der NM bis zum frühen Leistungs-Ende wirklich immer stark war), dann bin ich eine R9T BMW gefahren, und da war jede Entspannung dahin, weil einmal Gas gegeben das Krad gleich auf 120, 130, 140km/h stand. Das fühlte sich aber so mühelos an, dass die eigentlich bestehende Situation des Schnellseins nur noch rational im Hirn wahrnehmbar war, dem Motor machte das keinerlei Mühe, der hätte wohl bis 220km/h weiter beschleunigt

Mir ist dann bald klar geworden, was das mit einem (mit mir) macht, wenn endlos überschüssige PS und NM vorhanden sind. Die rote Linie wird flüchtig und beginnt sich zu verschieben.
Man (ich) entwickelt einen Geschmack für das Adrenalin der "unfassbaren" Beschleunigung, und auch wenn man es selten kostet, kann einmal halt schon einmal zu viel sein.

Ein 90 PS starker Motor wie jener der CB 1100 bietet in meinen Augen alles, was man an Sicherheitsreserven für zügige und auf Wunsch "sportliche" Beschleunigung braucht, doch zum Glück nicht so viel Überschuß, dass man permanent meint, jedes Manöver durch die schiere Leistung meistern zu können.
Man kann es de facto nicht.

Ich fahre jetzt wieder entspannt, sitze bequem (die BMW war eine ergonomische Katastrophe), ohne unnötigen Lärm, und mit dem für mich rechten Maß an Motorkraft.

Ach ja, der ab Werk montierte Bridgestone Battlax T30 (ohne Evo) ist mir sehr unangenehm. Die CB 1100 RS lässt sich auffällig schwierig um Ecken zirkeln auf diesem Reifen, besonders in langsamem Geläuf. Die positive Einschätzung des "T30 Evo" aus dem o.g. Bericht kann ich für den "T30" auf keinen Fall bestätigen, besonders nicht auf Nässe kühler Herbststraßen. Hier kannt ich bisher nur besseres Fahrverhalten (Metzeler, Conti).

Das kann natürlich sein, dass ich insgesamt auch noch zu wenig vertraut bin mit dieser Maschine, ich brauchte da immer ein paar Monate und 3, 4 Tkm, aber die ersten 1500km sagen mir, dass dies nicht mein Reifen auf Dauer sein wird. Da muss was Agileres und Haftfähigeres hin. Der in dem o.g. Test gezeigte Avon hat ein solches kurvenfreundlicheres Profil, und auch der Conti Road Attack3 dürfte das bieten, wonach mir ist. Ich werde wohl den Conti bald im nächsten Jahr draufziehen.

Was Wisedrum das schreibt über die Motorpresse, tja, so ist das. Wenn man die CB 1000 relativ betrachtet, dann relativiert man eben auch ihre absolut betrachtet wirklich starke Leistung. Ich meine, man sollte nicht vergessen, dass viele Leute viele Jahre lang Autos mit weit weniger als 91 PS gefahren sind - und die wogen mehr als das Vierfache der CB.
Dass Motorräder heute immer mehr Leistung eingebaut bekommen und dann nur noch per Sicherheitselektronik beherrschbar bleiben, na, das muss man fahren wollen. Ich will es lieber nicht.

Noch bin ich nicht ganz warm mit meiner tollen Honda CB 1100 RS, dafür war die Zeit zu kurz, in der ich sie fahren konnte, aber ich freue mich auf das Frühjahr und die weiteren Er-Fahrungen mit ihr. Dann wird das sicherlich auch bald das schöne, vertrauliche Gefühl, wenn man die Maschine kennt und das Fahren den Raum so wunderbar für Gedanken und Sinneseindrücke öffnet...

Schöne Grüße
Thomas

_________________
Festina lente - Eile mit Weile


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BeitragVerfasst: Sa 9. Nov 2019, 22:35 
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Kleine Ergänzung: der o.g. Artikel erwähnt, dass das RS-Federbein leider auf die variable Zugstufendämpfung verzichtet.
Nun, jetzt nicht mehr: bei meiner CB 1100 RS Bj. 2019 ist die Zugstufendämfpung inzwischen ab Werk vorhanden. Feine Sache.
Viele Grüße
Thomas

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Festina lente - Eile mit Weile


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BeitragVerfasst: So 10. Nov 2019, 01:36 
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Ulljanrich hat geschrieben:
Ich fahre jetzt erst seit rund 1500km mit meiner CB 1100 RS und wenn man sich nicht scheut, mit warmgefahrenen Motor auch mal am Gashahn zu drehen und etwas herunterzuschalten, dann geht da schon beeindruckend was, finde ich. Bei der CB 1100 RS ist mir aber etwas aufgefallen, das mich überrascht hat: sie gibt mir das Gefühl der hohen Geschwindigkeit ungefiltert weiter, d.h., der sich mühenden Motor ist wahrnehmbar, und damit stellt sich ein realitätsnahes Bild der Situation ein: "Hey, ich fahre 120km/h, und der Motor schafft ganz schön heftig!"

Bin davor eine Guzzi V9 gefahren, da war leider etwas zu früh Schluß mit dem Hub (wobei der Druck der NM bis zum frühen Leistungs-Ende wirklich immer stark war), dann bin ich eine R9T BMW gefahren, und da war jede Entspannung dahin, weil einmal Gas gegeben das Krad gleich auf 120, 130, 140km/h stand. Das fühlte sich aber so mühelos an, dass die eigentlich bestehende Situation des Schnellseins nur noch rational im Hirn wahrnehmbar war, dem Motor machte das keinerlei Mühe, der hätte wohl bis 220km/h weiter beschleunigt


Bisher 14600 Kilometer mit der RS, und ich kann Deine Eindrücke nur bestätigen. Mit der RS geht auch ein wenig Sport, aber man erfährt die Grenzen ziemlich schnell und deutlich. Ein, zwei Gänge runtersteppen und den Hahn aufmachen ... nicht, dass man damit am Drehzahllimit landen würde, aber das muss man auch nicht, um den Bären aufzuwecken. Wenn das passiert, kann man sich schnell in der Rolle des Dompteurs wiederfinden, und dann weiß man besser, was man tut ...

... denn auf einmal sind rund 90 PS und knapp 90 NM gar nicht mehr so mittelmäßig, und fünf Zentner sind fünf Zentner. Ein Vorteil ist tatsächlich, dass man diese Kraftentfaltung, wenn man den Bogen raus hat, sehr gut kontrollieren und einsetzen kann, und dazu muss man nicht unbedingt so besonders schnell fahren. Der Wohlfühlbereich dieses Motors liegt meiner Erfahrung nach zwischen 90 u. 110 km/h, aber das fühlt sich in den Gängen 3-6 höchst unterschiedlich an und bietet eine nette Bandbreite zwischen flottem Cruisen und ambitionierter Kurventaktik. Wenn man die kräftige Motorbremse mitspielen lässt, kann man zudem die Vorderradbremserei auf ein Minimum reduzieren. Das zusammengenommen sorgt für ein flüssiges Vorwärtskommen.

Der Vierzylinder der CB ist ein sehr zivilisierter und transparenter Vertreter seiner Art, vermutlich auch der ausgewogenste, und das bedeutet für mich, dass er sich auch im Drehzahlkeller benimmt wie ein Gentleman und am anderen Ende des Spektrums dezent auf seine guten Manieren aufmerksam macht - über die Strenge schlagen ist nicht sein Ding. Die Dinge von Belang passieren vielmehr in der goldenen Mitte, und das ohne überflüssige Protzerei.

Ich bin die RS bisher zwei- oder dreimal bis in den Begrenzer gefahren, Autobahn, 6. Gang. Der Weg dorthin ist beschleunigungsmäßig ein recht kurzer. Man könnte das auch allein mit dem 3. Gang erledigen (dann wäre man noch schneller am Limit), aber allein der Gedanke daran bereitet mir etwas Unbehagen. Und außerdem, 180 km/h fühlen sich auf der RS verdammt schnell an. Wobei ich nicht den Eindruck habe, dass der Motor sich jenseits der 100 km/h bemüht anhört, eher so, als würde er gerade mal aufwachen und sich an die Arbeit begeben.

Aber Du hast Recht, die Entspannung geht jenseits des motorischen Wohlfühlbereichs in ein direktes und irgendwie realitätsnahes Geschwindigkeitsempfinden über. So ab 120 km/h versiegt der Spaß allmählich, null Windschutz, es bläst einem mächtig ins Gesicht. Auch stellt sich - zumindest auf meiner Maschine - eine leichte aber spürbare Instabilität des Vorderrads ein. Warum das so ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Auch zeigt die RS beim Kurvenbremsen in höheren Geschwindigkeiten ein nicht zu unterschätzendes Aufstellmoment. Bei schnell gefahrenen, lang gezogenen Schräglagen muss man sich auf ein unruhiges Heck einstellen. Bei suboptimalem Straßenbelag sollte man das besser unterlassen. Aber da sind genügend Warnsignale vorhanden, da kann man sich leicht ans Machbare herantasten. Das alles nur für den Fall, wenn man es mal fliegen lassen will.


Gruß
Jörg


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BeitragVerfasst: So 10. Nov 2019, 12:24 
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Registriert: Mo 2. Jan 2017, 22:47
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Hy,

Hab jetzt auch ca. 15.000 Km auf die Uhr und Ölwechsel steht bevor,hab hier schon alles stehen mit 10-40W + Filter.
Seit Anfangs dieses Jahres anderer Job und weiter,fuhr bis vorletzte Woche,auch knapp bis zum Gefrierpunkt.
Teilweise fahre mit 2. Gang an und fahre die komplette Strecke mitn 3. Gang,beim überholen hab schon bis 170 geschafft,also kurz vor oder im roten Bereich.
Wenn die schöne warm ist,wird nicht geschont,bin echt zufrieden mit Schub,Klang und Motorbremse und hat schönes Bollern beim Gaswegnehmen,ja der Auspuff ist lauter geworden,aber alles ok.
Was das mahlen Betrifft,mal sehn obs mitn Ölwechsel weggeht,denke mal ja...werde aber weiter berichten.
Ansonsten bei 80-120 Km/h ist es Affengoilzu fahren und macht Laune auf mehr.
Man hat mit den Motor viele Möglichkeiten zu fahren,wenn man am Gashahn dreht,es geht was,mir reicht es zu 150%....
Wenn ich mir noch ne dritte Maschine kaufe,es wird eine mit Kickstarter sein,nix neues mit Wasserbüffel und Schnickschnack,evtl. eine Yahm XS 650 Umbau.
Mit den Stummlenker ist nicht ohne,aber der Fahrgenuss is Pur und man sollte überlegen wie man fährt,so soll es sein und man achtet mehr auf Verkehr uns sich.


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BeitragVerfasst: Mo 11. Nov 2019, 03:15 
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Registriert: Di 21. Jul 2015, 23:39
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s136 hat geschrieben:
lederkombi hat geschrieben:
Ich habe mein Leerlaufproblem mit den Überbrückungssteckern für die Lambdasonden gelöst. Seither ist ruhe und der Motor schnurrt :mrgreen:


Wenn ich das richtig verstehe, bedeutet das im Umkehrschuss, dass beim genannten Leerlaufproblem die Lamdasonde nicht richtig arbeitet...?

Grüße
Jürgen


Ich muss leider davon ausgehen, ja. Ob es ein Software oder ein Hardewareproblem ist, weiss ich leider nicht und der Aufwand, dies durch Honda abklären zu lassen ist mir zu hoch. Den entsprechenden Hinweis fand ich letztlich im US-Forum, da hat sich jemand die Mühe nach der Suche dieses leidigen Leerlaufproblems angenommen.
Bei mir war es so, dass beim Gasgeben erst nichts passierte und dann plötzlich die Leistung da war bzw. es zum Schlag im Motor kam, um es bildlich zu formulieren. Es machte keinen Spass, mit der Maschine zu fahren, vor jeder Kurve musste ich Angst haben, dass mir deswegen das Hinterrad wegrutscht. Ein gefühlvolles Gasgeben war praktisch unmöglich.

Seit ich die Sonden mit 330Ohm überbrückt habe, ist alles wieder so wie erwartet, butterweich. Allenfalls werde ich noch die Ruckdämpfer im Hinterrad etwas straffen (als mit Gummi nachfüllen), die vorhandenen sind nach 4 Jahren etwas geschrumpft bzw. haben leicht Spiel (obwohl ich nur wenige km auf dem Tacho habe!).


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BeitragVerfasst: Do 14. Nov 2019, 17:53 
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Beiträge: 209
Wohnort: Berlin jwd
Das Leerlaufproblem (2014er EX ) hatte ich auch, bei warmen Motor, besonders im Stau und Stop&Go starke Leerlaufdrehzahlschwankungen bis teilweise zu Absterben des Motors. Echt problematisch und auch nicht ganz ungefährlich, wenn das in der Kurve passiert.
Habe meinen Hondadealer daruf angesprochen und ein Softwareupdate aufspielen lassen.
Und damit ist seitdem Ruhe. Also ein Softwareproblem.

Gruss Matthias

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It's only CB and GSX but I like it.
Back to the roots


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BeitragVerfasst: Fr 15. Nov 2019, 23:35 
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Registriert: Di 21. Jul 2015, 23:39
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Gixenflake hat geschrieben:
Das Leerlaufproblem (2014er EX ) hatte ich auch, bei warmen Motor, besonders im Stau und Stop&Go starke Leerlaufdrehzahlschwankungen bis teilweise zu Absterben des Motors. Echt problematisch und auch nicht ganz ungefährlich, wenn das in der Kurve passiert.
Habe meinen Hondadealer daruf angesprochen und ein Softwareupdate aufspielen lassen.
Und damit ist seitdem Ruhe. Also ein Softwareproblem.

Gruss Matthias


Dann ist es wohl ein Softwareproblem im Zusammenhang mit den Lambdasonden. Denn wie gesagt, ich habe diese "nur" überbrückt und das Problem ist auch weg.
Aber ich frage mal beim Händler ob er etwas davon weiss und was es kosten würde (sofern er das überhaupt machen würde).


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